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Red Bulls Wintermärchen

Kraftakt in 3 Monaten

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1-Test - Barcelona - 22. Februar 2016 Foto: xpb 46 Bilder

Red Bull hat pünktlich seinen RB12 präsentiert. Dabei stand der Motor erst Ende Oktober fest. Trotz der knappen Zeitspanne ist den Ingenieuren ein Auto gelungen, das auf Anhieb Potenzial zeigte. Hinter der Mannschaft aus Milton Keynes liegt ein Kraftakt mit vielen Überstunden.

22.02.2016 Michael Schmidt

Das war auch für Red Bull keine einfache Aufgabe. Normalerweise werden die großen Teile am Auto wie Chassis und Getriebe Ende August abgezeichnet. Red Bull wusste erst 2 Monate später, welcher Motor im Heck des neuen RB12 schlagen würde. Kein Mercedes. Kein Ferrari. Kein Honda. Dabei hatten die Ingenieure schon erste Konzepte für einen Red Bull-Honda entworfen. Bis McLaren die Aktion mit einem endgültigen Veto beendete.

Am Ende landete Red Bull wieder beim alten Motor. Für die Ingenieure war es ein Segen. Den Renault V6-Turbo kannten sie. Seine Architektur. Seinen Kühlbedarf. Sein Gewicht. Einziger Unterschied: Red Bull ist jetzt nicht mehr das verkappte Werksteam, sondern Kunde. Und die Chassis-Konstrukteure müssen das nehmen, was Renault anliefert. Chefdesigner Rob Marshall gibt jedoch zu: "Dass wir mit Renault eine bekannte Größe bekamen, hat unsere Aufgabe vereinfacht."

Red Bull lobt Motorenpartner Renault

Trotzdem war es ein Wettrennen gegen die Zeit, wie Teamchef Christian Horner verrät: "Exakt eine Woche vor dem Testbeginn waren die ersten beiden Chassis fertig. Das eine ging direkt zum Crashtest, das andere wurde parallel dazu für den Test aufgebaut. Nur 2 Tage später waren wir mit dem ganzen Crashtestprogramm durch. Und jetzt haben wir ein Auto auf den Rädern stehen, das am ersten Tag 87 Runden schafft."

Und die drittschnellste Zeit. Daniel Ricciardo lag mit 1.26,044 Minuten 1,1 Sekunden hinter Sebastian Vettels Bestzeit. Horner lobt das neue Auto: "Wir konnten auf einer guten Basis entwickeln. Das Hauptaugenmerk beim RB12 lag darin, die Schwachpunkte des Vorgängers zu beseitigen. Deshalb sprechen wir auch von einer Evolution."

Mitgefangen, mitgehangen. Red Bull verkneift sich böse Kommentare zu Motorenpartner Renault. Chefdesigner Adrian Newey sieht sogar Licht am Ende des Tunnels. "Es geht in die richtige Richtung. Es gibt jetzt die besseren Strukturen, mehr Geld und andere Prozeduren. Man merkt, dass es vorwärts geht. Leider dauern beim Motor Fortschritte etwas länger als beim Chassis. Wir werden uns also noch etwas gedulden müssen." Bei Red Bull rechnet man damit, dass man sich während des Jahres allein wegen der Fortschritte beim Motor um 1,5 Sekunden verbessert.

In der Galerie haben wir einige Bilder des neuen Red Bull RB12.

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