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Regeländerungen

Auf der letzten Rille

Foto: Reinhard

Die Chef-Ingenieure der Formel 1-Teams haben sich am vergangenen Freitag eilig zusammen gesetzt, um die von der FIA geforderten Abrüstungsvorschläge zu verabschieden. Mit einer zusätzlichen Reifen-Rille und beschnittener Aerodynamik wollen die Teams Max Mosley überzeugen.

28.06.2004

Am Donnerstag (24.6.) kam von FIA-Präsident ein Ultimatum, am Freitag trafen sich die Chef-Ingenieure in der "Technical Working Group" zum Krisengipfel. Mosley fordert mehr Sicherheit durch langsamere Rundenzeiten, mit einer fünften Rille in den Reifen sollen die Autos zwei Sekunden pro Runde langsamer werden. Die Ingenieure haben diesen Vorschlag mit den Reifenherstellern abgestimmt.

Als weiteres Zugeständnis sind die Aerodynamiker bereit, die Höhe des Diffusor zu begrenzen. Die Luftleittunnel im Heck der Autos sind bisher nur in der Länge nach hinten begrenzt. Ein Abflachen des Diffusors verringert den Abtrieb und damit die Kurvengeschwindigkeiten. Ausführliche Berechnungen sollen nun zeigen, wie sehr der Abtrieb bei geringerer Höhe sinkt. Am Ende soll Mosley selbst über den zulässigen Wert entscheiden.

Motorenmänner mauern

Keine Vorschläge hat die Technische Arbeitsgruppe zum Thema Motoren vorbereitet. Die Uneinigkeit der Hersteller steht einer Lösung im Weg. Immer noch hält BMW am Zehnzylinder fest und droht mit Ausstieg, falls die von Mosley angeregten Achtzylinder vorgeschrieben werden. Doch gerade die Mauertaktik könnte dazu führen, dass der FIA-Chef mit dem Sicherheitsargument den Achtzylinder im Alleingang während der FIA-Weltratssitzung am Mittwoch (30.6.) beschließt.

Am Montag (28.6.) tagt die "Formula One Commission" in London, wo die Teamchefs Mosley, Bernie Ecclestone und Vertretern von Reifen- und Motorenherstellern sowie Rennstrecken die am Freitag erarbeiteten Vorschläge unterbreiten. Dazu gehört auch ein Kostenspar-Beschluss, der das Testen künftig von 48 auf 24 Tage reduzieren soll. Parallele Tests auf mehreren Rennstrecken sollen verboten werden. Durch die Reduzierung auf sechs Reifensätze pro Tag und Team (derzeit sind 18 Sätze pro Team keine Seltenheit) ist auch die Zahl der Einsatzautos limitiert.

Nur noch Formsache

Bei Themen, die nicht die Sicherheit betreffen ist in der Formel 1-Kommission eine Mehrheit von mindestens 17 aus 25 Stimmen erforderlich. Sollten die Beteiligten die Vorschläge der Ingenieure befürworten, ist ein endgültiger Beschluss im Weltrat nur noch Formsache.


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