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Regeländerung für 2013

DRS-Einsatz im Training wird beschränkt

Red Bull Heckflügel Doppel DRS GP Italien 2012 Foto: xpb 35 Bilder

Im Augenblick darf der Heckflügel im Training immer flachgestellt werden. Im Rennen nur an den ausgewiesenen Stellen beim Überholen. Das soll sich ändern. Die Fahrer haben die FIA gebeten, dass der Gebrauch von DRS im Training verboten wird. Der Verband hat reagiert. Ab 2013 ist DRS im Training nur noch an den Stellen erlaubt, wo es auch im Rennen aktiviert werden darf.

16.11.2012 Michael Schmidt

Die Initiative ging von den Fahrern aus. Sie haben sich bei FIA-Rennleiter Charlie Whiting darüber beschwert, dass der Heckflügel im Training immer flachgestellt werden darf. "Das führt zu unnötigen Risiken", erklärt Mark Webber. "Es gibt einige schnelle Kurven, in denen man gerade so mit offenem Flügel fahren kann. Irgendwann wird da mal ein schwerer Unfall passieren."

Andere Fahrer berichteten an Whiting, dass sie in Schwierigkeiten geraten sind, weil sie DRS zu früh aktiviert haben. Der Computer berechnet, wo und wann der Fahrer den Flügel öffnen muss, um die bestmögliche Rundenzeit zu erzielen. Doch der Computer muss nicht fahren. Und da kam es offenbar zu einigen haarigen Szenen, weil der Abtrieb schon gefehlt hat, wo man ihn noch hätte brauchen können.

DRS als Sicherheitsrisko im Training

Der Unterschied in der Rundenzeit mit offenem und geschlossenem DRS kann auf eine Runde bis zu 1,5 Sekunden betragen. Die Ingenieure investierten viel Gehirnschmalz, um das Auto so zu optimieren, dass es bei geöffnetem Flügel die bestmögliche Rundenzeit erzielt. Das hatte die FIA zunächst nicht in diesem Ausmaß erwartet. Deshalb gab man DRS im Training frei.

"Wir wollten, dass DRS seinen Zweck als Überholhilfe erfüllt", erklärt Charlie Whiting. "Hätten wir es am Anfang nur im Rennen erlaubt, hätten die Ingenieure ihre Autos wahrscheinlich für ein Auto mit geschlossenem Heckflügel optimiert, und sie hätten sich für kürzere Getriebeübersetzungen entschieden, weil ihnen das Trainingsergebnis wichtiger gewesen wäre, als maximal Top-Speed in DRS-Stellung zu gewinnen. Sie sind aber einen anderen Weg gegangen. Deshalb werden wir die Regel für 2013 ändern."

DRS-Einsatz wird im Training eingeschränkt

Die Fahrer dürfen DRS im nächsten Jahr im Training nur an den Stellen aktivieren, wo es auch im Rennen erlaubt sein wird. Whiting: "Das bringt immer noch vier bis fünf Zehntel pro Runde." Auf den Kurs von Austin bezogen wären das die letzten 650 Meter der langen Geraden.

In diesem Jahr werden die Fahrer in den guten Autos den Heckflügel-Flap wahrscheinlich auch auf einem Teil der S-Kurven und vielleicht sogar in der Superkurve mit ihren drei Scheitelpunkten auf offen stellen. Man schätzt den DRS-Anteil auf 50 Prozent. Genau das, wovor Webber warnt. Seine Kollegen unterstützen ihn. "Die Anfrage an Charlie war praktisch einstimmig", verrät Webber.

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