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Kritik an Formel 1-Regenreifen

Pirelli-Gummis schlecht im Regen?

Timo Glock - Marussia - Formel 1 - GP Ungarn - Budapest - 27. Juli 2012 Foto: xpb 29 Bilder

Mit dem Wechsel auf Pirelli gab es im Vorjahr auch neue Sätze Regenreifen. Die Fahrer sind allerdings nicht ganz zufrieden mit den profilierten Gummis der Italiener. Die Vorgänger von Bridgestone boten deutlich mehr Grip im Nassen. Kritik wird aber nur ganz leiste geübt.

27.07.2012 Tobias Grüner

Die Formel 1 entwickelt sich immer mehr zum Schönwetter-Sport. Die tief gelegten Hightech-Renner schwimmen auf jeder Pfütze wie ein Surfbrett. Abbrüche bei Regenschauern sind mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme. Und auch die Pirelli-Reifen tragen ihren Teil dazu bei, dass die Piloten heutzutage schnell bei der Rennleitung Alarm schlagen, wenn Aquaplaning droht.

Schumacher mit zwei Regencrashs

Als der Regenschauer am Freitag über den Hungaroring zog, wurde die Sitzung nicht unterbrochen. Das erste Opfer hieß Michael Schumacher, der in Kurve zwölf mit Aquaplaning und stehenden Rädern in den Reifenstapel einschlug. Zur Verteidigung von  Pirelli darf natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass der Intermediate nicht die ideale Reifenwahl für die Bedingungen war.

Der Rekordchampion nahm den zweiten Regencrash in sieben Tagen entsprechend locker. "Das passiert einfach, wenn ein plötzlicher Regenschauer auf eine trockene Strecke trifft." Neben Schumi sah man aber auch viele andere Piloten in Schwierigkeiten, die den grobstolligen Regenreifen aufgezogen hatten.

"Die Reifen sind in meinen Augen extrem schlecht, was die Wasserverdrängung angeht", merkte Timo Glock kritisch an. Nur wenige Minuten nach dem Schumi-Crash rutschte der Marussia-Pilot ebenfalls neben die Strecke. Die große Asphaltfläche in Kurve elf bewahrte ihn gerade so vor dem Einschlag.

Bridgestone im Regen besser als Pirelli

"Selbst bei niedrigem Tempo in der Auslaufzone hat sich einfach kein Grip aufgebaut", wunderte sich der Hesse. "Die Reifen verhalten sich einfach sehr sehr komisch, was Aquaplaning angeht." Auf das Thema angesprochen, stimmte auch Kollege Nico Hülkenberg zu: "Die Bridgestones konnten mit etwas mehr Wasser umgehen. Aber der Pirelli ist jetzt halt so."

Mit Reifenkritik sind die Piloten traditionell sparsam. Zu frisch ist den Fahrern noch in Erinnerung, was sich Michael Schumacher nach seiner Gummi-Schelte zu Beginn der Saison alles anhören musste. Hinter vorgehaltener Hand erklärte ein Pilot: "Früher haben wir bei Regen im Vergleich zur trockenen Strecke zwölf Sekunden verloren. Heute sind es 20 Sekunden."

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