Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Reglement 2009

Karten werden neu gemischt

Foto: Daniel Reinhard 16 Bilder

Regeländerungen gibt es in jedem Jahr. Meistens bleibt es bei Anpassungen und kleinen Modifikationen. Doch alle zehn Jahre gibt es einen großen Schnitt. 2009 ist wieder solch eine Saison.

21.02.2008

Schon in diesem Jahr wird der große Sparplan von FIA-Boss Max Mosley eingeläutet. Die vergleichsweise kleinen Maßnahmen wie z.B. das Verbot der Traktionskontrolle und der Einsatz der neuen McLaren-Einheitselektronik stellten die Teams bereits vor einige Probleme. In der kommenden Saison müssen die Hersteller allerdings mit noch wesentlich umfangreicheren Regeländerungen zurechtkommen.

Weniger Abtrieb ist das Ziel

In den vergangenen Jahren hat es schon öfter revolutionäre Reglement-Änderungen gegeben. 1989 lösten Saugmotoren die Turbos ab. 1998 veränderten Rillenreifen, schmalere Autos und größere Cockpits das Gesicht der Formel 1. Aber das ist alles nichts, was der Formel 1 im Jahr 2009 droht. Es wird der größte Einschnitt seit Bestehen der Serie.

Die Aerodynamik ändert sich komplett. Der Frontflügel wächst von 140 auf 180 Zentimeter Breite. Sein Abstand zur Straße schrumpft von 15 auf 7,5 Zentimeter. Die Flaps dürfen vom Cockpit aus zwei Mal pro Runde um maximal sechs Grad verstellt werden. Der Heckflügel ist ab 2009 nur noch 75 statt 100 Zentimeter breit und 95 statt 80 Zentimeter hoch. Leitbleche, Winglets, Flipups und Kamine verschwinden völlig, was den Gesamtabtrieb auf die Hälfte der 2006er Werte reduzieren soll.

Teams benötigen Hilfe

Dafür kommen profillose Slicks zurück. Ab 2009 ist ein Hybridantrieb erlaubt, dessen Elektromotor aus der Rückgewinnung von Bremsenergie gespeist wird. Die so genannten KERS-Systeme (kinetic energy recovery systems) existieren derzeit nur auf dem Papier. "Das wird die größte Ingenieursaufgabe in der Formel 1-Geschichte", schätzt Ferrari-Motorenchef Gilles Simon. "Sie ist so groß, dass wir alleine nicht in der Lage sind, sie zu bewältigen. Wir brauchen Partner."

Die Hersteller berechnen die Entwicklungskosten auf ein Drittel ihres Motorenbudgets. Dazu will FIA-Präsident Max Mosley den Teams noch eine Budget-Obergrenze verordnen. Ausgenommen von der Deckelung sind die Fahrer und Teamchefgehälter, die Marketingausgaben und der Motorenetat. Große Teams, die bislang mit Budgets jenseits von 300 Millionen Euro gearbeitet haben, erwartet vor allem eine strategisch-logistische Herausforderung. Mercedes-Sportchef Norbert Haug prophezeit: "Die Aufgabenstellung für 2009 ist so gewaltig, dass es das ganze Feld durcheinanderwirbeln könnte."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden