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Reifen-Lotterie

"Bridgestone gewinnt immer"

Foto: Bridgestone 60 Bilder

Die Reifen stellten Piloten zuletzt vor größere Probleme. Vor allem die Inkonstanz der Gummis wird von den Fahrern bemängelt. Dabei wurden auch leichte Vorwürfe gegenüber Reifenlieferant Bridgestone laut.

23.07.2009 Tobias Grüner

Nick Heidfeld sah man den Frust an, als er sich über die Reifen beklagte. "Wir wissen einfach nicht, woran es liegt", zuckte der Mönchengladbacher mit den Schultern. "Es ist nicht einfach nur der fehlende Abtrieb. Sonst hätten ja die Brawn keine Probleme." Die Slicks der Generation 2009 sind einfach sehr schwer auf die richtige Arbeitstemperatur zu bekommen.

"Reifen versteht kein Mensch"

"Winzige Unterschiede können da schon einen großen Effekt haben", erklärte Heidfeld. "Ich glaube nicht das alle Teams das kapiert haben, wie die Reifen arbeiten." Williams-Kollege Nico Rosberg geht sogar noch einen Schritt weiter: "Das versteht kein Mensch in der Formel 1 bis jetzt." Rosberg berichtet, dass sich die Gripverhältnisse je nach Sonneneinstrahlung und Wolken ändern können.

Heidfeld fordert, dass es wieder einen konstanten Reifen wie im Jahr 2007 gibt. "Das würde für alle besser funktionieren." Der BMW-Pilot habe sich wie einige seiner Fahrerkollegen schon in der Vergangenheit "aggressiv" zu der Problematik geäußert. "Aber es passiert nichts. Egal was Bridgestone macht - die gewinnen immer." Allerdings gibt der Deutsche auch zu, dass die Reifen für alle gleich sind. "Die Reifenlotterie ist ärgerlich, aber wir versuchen das Beste daraus zu machen."

Unterschiede zwischen gleichen Reifensätzen

Auch Timo Glock ist nicht gut auf das Thema Reifen zu sprechen. "Es gibt Momente, wenn du von anderen Teams hörst, dass sich der Grip von einem zum nächsten Reifensatz wechselt." Toyota gehörte zuletzt auch öfter zu den Verlierern im Reifenroulette. Ein Rezept hat der Deutsche auch nicht. "Es hat wohl etwas mit Abtrieb zu tun", mutmaßt Glock. "Aber so einfach ist es nicht. Wenn es so einfach wäre, würden wir es deutlich besser meistern."

Auch Adrian Sutil versteht die Reifen nicht immer. "Ich glaube aber, dass wir das Problem einigermaßen im Griff haben. Zumindest scheint es sich bei anderen Teams schlimmer auszuwirken." Generell ist der Force India-Pilot allerdings zufrieden. "Das macht die Sache doch interessanter und spannender." In Ungarn hat Bridgestone die beiden weichesten Mischungen am Start. "Das ist etwas schade, da man auf der Strecke schon nicht überholen kann und der Unterschied der beiden Reifen auch nicht so groß ist."

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