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Glaubenskrieg um Reifen

Pirelli oder Michelin?

Pirelli - GP Ungarn - Budapest - Donnerstag - 23.7.2015 Foto: ams 23 Bilder

Pirelli und Michelin haben sich bei der FIA um den Reifenvertrag für die Formel 1 für die Jahre 2017 bis 2019 beworben. Während viele Teams dem Hersteller den Vorzug geben, der dem Sport das meiste Geld bringt, bezieht Red Bull klar Stellung. Es muss ein Reifen sein, der eine gute Show garantiert.

25.07.2015 Michael Schmidt

Das Rennen um den Reifenvertrag der Formel 1 für die Jahre 2017 bis 2019 läuft. Pirelli und Michelin haben sich beworben. Michelin mit klaren Vorstellungen. Die Franzosen wollen 18-Zoll-Reifen und höchstens einen Boxenstopp pro Rennen. Pirelli ist flexibler. Sie könnten mit 18-Zoll Rädern leben, haben sogar schon mit großen Rädern getestet, schlagen aber noch größere Dimensionen vor, sollte die Formel 1 diesen Weg gehen wollen. Pirelli wäre auch bereit, wieder Reifen zu bauen, die drei Boxenstopps verlangen.

Horner macht Werbung für Pirelli

Die FIA hat beide Bewerber technisch akzeptiert. Im Augenblick verhandelt Bernie Ecclestone mit Michelin und Pirelli um die finanziellen Konditionen. Toro Rosso-Teamchef Franz Tost sagt klipp und klar: "Je mehr Geld die Formel 1 von einem Reifenhersteller bekommt, umso besser ist das für die Teams." Manor-Kollege Graeme Lowdon ist der gleichen Meinung: "Die kommerzielle Seite ist extrem wichtig. Wenn ein neuer Reifenvertrag bedeutet, dass wir mehr Geld investieren müssen, sind wir noch stärker gezwungen, Geld zu finden."

Mercedes-Teamchef Toto Wolff warnt davor, den sportlichen Aspekt zu unterschätzen. Die Formel 1 müsse sich erst einmal klar machen, was sie überhaupt will. "Vor zwei Jahren hatten wir einen Reifen, der schnell Grip verloren hat und viele Boxenstopps bedeutete. Das hat uns nicht gefallen. Dann wurde Pirelli konservativer, und wir waren wieder nicht zufrieden. Deshalb sollten wir uns zuerst einmal darauf konzentrieren, für 2016 den bestmöglichen Reifen zu bekommen."

Während Wolff nach beiden Seiten hin offen ist, bezieht Red Bull-Teamchef Christian Horner klar Stellung: "Zu sagen, dass der Reifenhersteller den Zuschlag bekommen soll, der am meisten bezahlt, ist mir zu wenig. Ich glaube, wir sollten über den Tellerrand hinausblicken. Ein 18-Zoll-Reifen, der mit nur einem Stopp über die Distanz kommt, hilft der Show nicht. Wir sollten den entgegengesetzten Weg gehen. Mit einem Reifen, der sich kontrolliert abnutzt und zwei bis drei Stopps erfordert."

Es ist ein klares Votum gegen Michelin. "Ich glaube, Pirelli hat in den letzten Jahren einen guten Job für die Formel 1 gemacht, in guten wie in schlechten Zeiten. Die Autos werden 2017 anders aussehen. Die Reifen auch. Das ist für beide Seiten eine große Herausforderung."

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