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Reifen-Strategie

Einstopp-Rennen nicht unmöglich

Kamui Kobayashi - GP Deutschland - Nürburgring - 22. Juli 2011 Foto: xpb 81 Bilder

Die Reifenstrategie wird am Nürburgring wieder eine entscheidende Rolle spielen. Pirelli erwartet den Großteil der Teams auf einer Zweistopp-Taktik. Einige Reifenflüsterer werden es aber wohl auch mit einem Besuch bei den Mechanikern probieren.

22.07.2011 Tobias Grüner

Pirelli hat in dieser Saison Reifen salonfähig gemacht, die relativ schnell abbauen. Am Nürburgring sind die Vorzeichen umgekehrt. Die Gummis halten länger als erwartet. "Wir haben mit 20 gerechnet und jetzt scheinen 30 Runden kein Problem zu sein", erklärte Pirelli-Sportchef Paul Hembery fast schon etwas enttäuscht.

Der Grund für die lange Lebensdauer sind die kalten Temperaturen. Bei kühlem Eifelwetter haben einige Teams sogar Probleme Hitze in die Gummis zu bekommen. Teilweise wurden die schnellsten Zeiten erst in der dritten oder vierten Runde gefahren. Felipe Massa erwartet ein spannendes Qualifying. "Wenn wir den Reifen in der zweiten Runde zum Arbeiten bringen, wäre das schon gut. Ich glaube nicht, dass es jemand in der ersten fliegenden Runde schafft", analysierte der Ferrari-Pilot.

Kalte Temperaturen bereiten Sorgen

Doch ein Blick auf die Wettervorhersage verheißt nichts Gutes. Am Samstag soll das Thermometer kaum einmal über die Zehn-Grad-Marke klettern. Vor allem die Reifenflüsterer von Ferrari, Sauber und Virgin könnten dann echte Probleme bekommen. Auch mit der weichen Mischung.

Mit dem Medium-Reifen, der im Rennen mindestens einmal aufgeschnallt werden muss, könnte es besonders interessant werden. "Den haben wir heute gar nicht auf Temperatur bekommen", schüttelte Sauber-Technikchef James Key nach den beiden Trainingssitzungen am Freitag etwas ratlos den Kopf.

Auch bei Pirelli selbst hatte man mit solchen Temperaturen nicht gerechnet. "Wir sind mit der Wahl der Mischungen auf der sicheren Seite", erklärte Hembery. "Bei diesen Bedingungen hätte man sicher auch mit dem superweichen fahren können. Aber wenn wir den beim nächsten Mal mitbringen, sind hier plötzlich 35°C und wir haben wieder das umgekehrte Problem. Im Nachhinein ist es immer leicht zu sagen."

Harte Reifen-Mischung wesentlich langsamer

Nicht ganz glücklich war Hembery auch mit dem Zeitabstand zwischen beiden Reifen. Der liegt je nach Team zwischen 1,4 und 1,5 Sekunden. "Das ist ein bisschen viel", gibt der Engländer zu. "Wir hätten es lieber etwas näher zusammen gehabt. Aber wir schießen da auf ein bewegliches Ziel mit den verschiedenen Strecken und Bedingungen und mit der begrenzten Anzahl an Mischungen. Ideal wäre eine Sekunde. Wir lernen aber jedes Mal dazu und werden immer besser."

Der große Zeitabstand wird wohl dazu führen, dass die meisten Teams die langsamere harte Mischung erst am Ende aufschnallen und so wenig Zeit wie möglich darauf verbringen. Hembery erwartet eine Zweistopp-Strategie als normale Variante, bei der zunächst zwei Mal die weiche Mischung verwendet wird. "Bei einigen Teams kann ich mir aber auch vorstellen, dass sie den ersten Stint etwas ausdehnen und versuchen, mit nur einem Stopp durchzukommen."

Sollte es wie befürchtet regnen, dann sind natürlich alle Prognosen und Analysen Makulatur. Ferrari befürchtet den Mix aus nasser Strecke und kalter Temperatur. Hembery hofft, dass es nicht ganz so schlimm kommen wird. "Wir haben die Regenreifen zwischen zwölf und 40 Grad getestet. Große Probleme erwarte ich eigentlich nicht."

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