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Reifen-Vertrag für 2014 vor der Unterschrift

Pirelli bleibt Reifenausrüster der Formel 1

Pirelli - Formel 1 - GP Deutschland - 4. Juli 2013 Foto: ams 26 Bilder

Pirelli hat Verträge mit allen elf Teams bis 2018. Pirelli hat ein Abkommen mit Bernie Ecclestone. Ebenfalls über die nächsten fünf Jahre. Nur der Vertrag mit der FIA fehlt. Doch da ist etwas in Bewegung geraten. Der italienische Reifenhersteller ist gerade dabei den wichtigsten Vertrag zu unterzeichnen.

13.09.2013 Michael Schmidt

Die Diskussionen haben ein Ende. Pirelli oder Michelin? Diese Frage bewegte die Formel 1 in den letzten Wochen. Jetzt steht fest, dass die Italiener auch weiterhin die Formel 1-Reifen liefern. Die Frage ist nur für wie lange.

Pirelli will fünf Jahre. Über diesen Zeitraum hat man Verträge mit allen elf Teams. Als letzter Rennstall ging Marussia kurz vor dem GP Italien an Bord. Das Abkommen mit Bernie Ecclestone ist seit längerer Zeit in trockenen Tüchern. Nur die FIA ließ sich lange bitten. Präsident Jean Todt wollte zuerst das neue Concorde Abkommen unter Dach und Fach haben, bevor er einen Reifenvertrag aushandelt.

Für eine Ausschreibung ist es zu spät

Weil sich der Grundlagenvertrag mit der Formel 1 immer weiter verzögert, wurde auch die Reifenfrage auf die lange Bank geschoben. Gleichzeitig erklärte Michelin Interesse an einer Rückkehr in die Königsklasse. Für eine Ausschreibung gemäß der FIA-Statuten war es aber viel zu spät. Den Weltverband hätten unter Umständen juristische Probleme erwartet, hätte er jetzt noch ein Bieterverfahren eröffnet.

Technisch bereit wären nur Pirelli und Michelin gewesen. Jeder weitere potenzielle Kandidat hätte wegen Wettbewerbsverzerrung und Insiderwissen zugunsten von Pirelli und Michelin klagen können. Pirelli-Sportchef Paul Hembery pflichtet bei: "Eine Ausschreibung hätte spätestens im März 2013 erfolgen müssen. Wir haben bereits viel Geld in die Entwicklung der neuen Reifen gesteckt."

Keine kontroverse Entscheidung im Wahlkampf

Todt wurde immer unterstellt, dass er im Ernstfall Michelin favorisieren würde. Der Präsident ließ ausrichten, dass man von seiner Nationalität nicht unbedingt eine Unterstützung für Michelin ableiten dürfe. Schließlich habe er in seiner früheren Funktion als Ferrari-Rennleiter immer auf die japanischen Bridgestone-Reifen gesetzt und nicht auf das französische Konkurrenzfabrikat.

Jetzt ist aber doch Bewegung in den Fall geraten. Todt hat signalisiert, dass er mit Pirelli über einen neuen Vertrag verhandeln würde, da offenbar alle Parteien für diese Lösung seien, und der Weltverband dem allgemeinen Wunsch nicht entgegenstehen wolle. Von Pirelli und der FIA wird bestätigt: "Wir befinden uns in dem Prozess, einen Vertrag aufzusetzen."

Das Einlenken ist sicher auch eine Reaktion auf die Kandidatur von David Ward für das Präsidentenamt. Todt wäre schlecht beraten, in einer heißen Phase wieder dieser alle Beteiligten mit einer kontroversen Entscheidung vor den Kopf zu stoßen.

Vierter Pirelli-Reifentest mit McLaren?

Pirelli hat seine Entwicklungsarbeit bereits intensiviert. Diese Woche wurden mit dem 2011er Red Bull bereits 2014er Reifen in Barcelona getestet. "Red Bull hat keinen Vorteil", beteuert Hembery. "Sie erfahren weder, welche Reifen wir testen, noch bekommen sie von uns Daten. Außerdem kann die FIA und jedes Team Beobachter schicken."

Pirelli wird bis zum Saisonende noch einen weiteren Reifentest mit Blickrichtung 2014 durchführen. Ferrari, Mercedes und Red Bull durften schon. Wer ist der vierte? "Ein großes Team, das bis jetzt noch nicht einen solchen Test abgewickelt hat." Mehr will Hembery nicht sagen. Wir haben gehört: Es soll sich um McLaren handeln.

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