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Reifen-Vorteil für Hamilton?

Keine Pirelli-Hilfe für Rosberg

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 21. November 2014 Foto: Pirelli 105 Bilder

Nico Rosberg benötigt beim Formel 1-Finale von Abu Dhabi Hilfe von außen, damit Lewis Hamilton nicht Weltmeister wird. Auf die Reifen kann er dabei nicht zählen. Die Gummis halten zu gut. Pirelli-Chef Paul Hembery rechnet mit nicht mehr als 2 Stopps.

21.11.2014 Tobias Grüner

Erinnern Sie sich noch an die Saison 2013? Pirelli kam vor einem Jahr nicht aus den Schlagzeilen. Es verging kaum ein Rennen, wo die Fahrer sich nicht über die mangelnde Haltbarkeit beklagten. In dieser Saison ist Ruhe an der Gummifront eingekehrt. Pirelli-Sportchef Paul Hembery wird nach den Trainings kaum noch von Journalisten heimgesucht. Das schwarze Gold der Formel 1 ist kaum noch ein Thema.

Auch der Freitag (21.11.2014) von Abu Dhabi brachte keine großen Überraschungen. Die Reifen halten fast wie erwartet: "Wir haben am Abend allerdings etwas Graining auf dem Supersoft festgestellt", berichtet Hembery. "So etwas hatten wir auf glatterem Asphalt aber auch schon früher in der Saison schon beobachten können. Aber es ist nicht dramatisch. Die Fahrer können sich darauf einstellen."

Pirelli rechnet mit 2 Stopp-Strategie

Die Charakteristik der Gummis spricht nicht gerade für ein spannendes Rennen, was Strategie und Reifenverschleiß angeht: "Zwischen den beiden Reifenmischungen liegt ein Unterschied von 1,2 bis 1,3 Sekunden in puncto Speed auf einer Runde. Mit dem Rückgang der Temperaturen konnten die Fahrer 2 schnelle Runden auf den Supersofts drehen. Im Qualifying sollten die Temperaturen etwas höher sein. Deshalb erwarten wir dort nur eine schnelle Runde", prophezeit der Reifenpapst.

Auch im Rennen sollte es nicht zu großen Überraschungen kommen: "Der Verschleiß war auf beiden Reifen relativ gering. Der Supersoft hält ungefähr 13 bis 14 Runden maximal. Danach erwarten wir ein Zweistopp-Rennen auf den Soft-Reifen. Es könnte sein, dass manche den Supersoft auch etwas länger ausquetschen wollen und auf eine Einstopp-Strategie gehen."

Eine Einstopp-Strategie wäre laut Hembery nicht ohne Risiko. "Es ist an der Grenze. Das Rennen beginnt bei großer Hitze. Die Autos sind vollgetankt. Die Fahrer kämpfen um die Plätze. Da werden die Reifen viel härter beansprucht als im Training. Deshalb halte ich es für unwahrscheinlich. Aber vielleicht denken manche darüber nach."

Reifenvorteil bei Lewis Hamilton?

Auch bei Pirelli blickt man gespannt auf das WM-Duell. Die Daten nach dem Training weisen noch nicht auf große Unterschiede hin: "Beide waren wie immer sehr schnell unterwegs, fast durch nichts voneinander getrennt. So läuft das ja schon die ganze Saison. Man kann an den Daten sehen, dass sie bei den Longruns eine etwas unterschiedliche Herangehensweise hatten. Der Reifenverschleiß bei Lewis war wirklich beeindruckend heute."

Heißt das Vorteil Hamilton? Hembery will sich noch nicht festlegen: "Das ganze Jahr über haben wir beobachten können, dass sich die beiden beim Reifenmanagement nicht viel geschenkt haben. Ich möchte an einem Freitag deshalb noch kein abschließendes Urteil treffen."

Dass ein anderes Team in den Mercedes-Zweikampf eingreifen kann, glaubt Hembery nach Ansicht der Zahlen nicht: "Wir haben in dieser Saison gesehen, dass bisher niemand nicht einmal in die Nähe von Mercedes gekommen ist - bis auf ein paar Rennen, bei denen Mercedes Probleme hatte. Das war eine so dominante Vorstellung. Das wird sich hier nicht ändern."

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