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"Reifenplatzer ist inakzeptabel"

Sergio Perez gibt Pirelli die Schuld

Sergio Perez - GP Korea 2013 Foto: xpb 66 Bilder

Sergio Perez ist auf Pirelli-Reifen nicht gut zu sprechen. Sie haben ihn in Silverstone WM-Punkte gekostet und letztes Wochenende in Korea. Der Mexikaner weist jede Schuld an dem Reifenplatzer von sich: "Das so etwas nach einem Bremsplatten passiert, ist absolut inakzeptabel."

10.10.2013 Michael Schmidt

Sergio Perez sieht die Bilder noch vor sich: "Der Reifenplatzer von Korea war echt gefährlich, weil sich die Explosion vor meinen Augen abgespielt hat. In Silverstone passierte alles hinter mir. Diesmal aber habe ich genau gesehen, wie der Reifen in Fetzen geflogen ist. Ich wusste, dass Kimi und ein Ferrari direkt hinter mir lagen und habe nur gebetet, dass sie von den Gummistücken nicht getroffen werden."

Pirelli hatte nach dem GP Korea die Verantwortung auf den Fahrer abgewälzt. Tenor: Wer mit 21 Runden alten Reifen seine Reifen über eine so lange Strecke platt bremst, der muss sich nicht wundern, dass ihm der Reifen um die Ohren fliegt. Perez widerspricht: "Ich habe noch nie gehört, dass ein Bremsplatten automatisch zu einer Reifenexplosion führt. Pirelli sagt, dass sei normal. Früher war es nicht normal. Für mich ist es inakzeptabel, dass sich der Reifen auflöst."

Fünf Meter früher und weicher gebremst

Das Problem liegt nach Aussage der Fahrer in der Grundcharakteristik der Reifen. Die Gummischicht nutzt sich zu schnell ab. Im Fall Perez war die Lauffläche nur noch hauchdünn, als es passierte. Dabei hatte der Pilot extra noch aufgepasst.

"Wir konnten sehen, dass die Reifentemperaturen nach oben gingen. Deshalb habe ich die Kurve fünf Meter früher und mit weniger Pedaldruck angebremst. Ich war überrascht, dass trotzdem das Rad stehengeblieben ist. Dann komme ich um die Kurve herum und kurz später explodiert mir der Reifen auf der Geraden."

"Die Trümmer haben den Frontflügel und den Unterboden gebrochen. Zu dem Zeitpunkt hätte ich nie geglaubt, dass es noch für einen WM-Punkt reicht. Das Safety-Car hat zwar geholfen, doch ich habe durch die langsame Fahrt zurück zu den Boxen viele Positionen verloren."

Perez glaubt, dass bei einem normalen Rennen Platz 8 möglich gewesen wäre. Damit wurden drei Punkte verschenkt. "Es ist jetzt schon das zweite Mal nach Silverstone, dass mich die Reifen Punkte kosten."

Perez immer noch ein Reifenflüsterer

Für Suzuka erwartet Perez keine Wiederholung des Korea-Dramas: "Die Mischungen sind härter, und es gibt weniger Stellen, an denen hart gebremst wird." Dann schränkt er ein: "Wir hätten vor dem GP Korea auch nicht geglaubt, dass uns das passiert."

Eigentlich müssten ihm die heiklen Reifen einen Vorteil in die Hände spielen. Im Vorjahr hatte sich der Mexikaner bei Sauber den Ruf eines Reifenflüsterers verschafft. Bei McLaren scheint er diese Qualität nicht ausspielen zu können. Perez will das so nicht gelten lassen.

"Ich glaube, dass ich immer noch davon profitiere. Es fällt nur weniger auf, weil ich nicht mehr um Podiumsplätze fahre. Von einem achten Platz nimmt keiner Notiz. Dabei war er aber vielleicht genau so schwierig herauszufahren wie letztes Jahr ein besseres Ergebnis. Wir haben mit unserem Auto manchmal Schwierigkeiten mit zwei Stopps über die Distanz zu kommen. Es doch zu tun, ist auf einigen Strecken eine große Leistung. Da hilft mir mein Fahrstil."

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