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Reifenpoker in Indien

Wer wagt ein Ein-Stopp-Rennen?

Reifen  - Formel 1 - GP Indien - 25. Oktober 2012 Foto: xpb 23 Bilder

Im Formel 1-Fahrerlager wird heiß diskutiert, ob ein Ein-Stopp-Rennen am Sonntag in Indien möglich ist. Die einen sagen ja, die anderen haben da ihre Zweifel. Problematisch könnte vor allem der rechte Vorderreifen werden.

26.10.2012 Bianca Leppert

Pirelli hat in diesem Jahr die Mischungen hart und weich nach Indien mitgebracht. Nach den ersten beiden Trainingssitzungen sind die Teams nun etwas schlauer, was das schwarze Gold angeht. Die Meinungen im Fahrerlager gehen aber auseinander.

Kaum Gripverlust

So mancher hält es für möglich, dass die Autos nur einmal zum Service zu kommen. Dazu gehört Sauber-Teammanager Beat Zehnder. Er rechnet mit einigen Teams, die auf die Einstopp-Strategie setzen. Der Sauber ist als Reifenflüsterer bekannt. Die Schweizer müssen sich also noch am wenigsten Sorgen um die Haltbarkeit der Pirelli-Pneus machen.

Auch Timo Glock könnte sich vorstellen, dass er mit seinem Marussia im Rennen nur einmal die Box ansteuert. "Die Reifen sind sehr konstant", sagt Glock. Das deckt sich mit den Erkenntnissen von Pirelli. "Wir haben fast keinen Gripverlust gesehen", sagt Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery. Trotzdem schließt er es nicht aus, dass auch andere Pläne zum Einsatz kommen.

"Es ist grenzwertig, wie im letzten Rennen", sagt Hembery. "Es hängt alles davon ab, wie der Reifen vorne rechts in Kurve zehn und elf vom Verschleiß her aussieht." Die langgezogene Rechtskurve ähnelt der berüchtigten Kurve 8 in der Türkei. Untersteuern ist in dieser Kurve typisch, die Vorderreifen werden besonders belastet.

Horner zweifelt an Ein-Stopp-Strategie

"Es gibt eine Variation in den Teams. Manche sortieren das vielleicht mit dem Setup für Samstagvormittag aus. Wenn die Vorderreifen in Ordnung sind, dann fährt man im ersten Stint vielleicht 20 bis 25 Runden und es wird möglicherweise ein Ein-Stopp-Rennen."

Red Bull fuhr am Freitag alles in Grund und Boden. An einer Ein-Stopp-Strategie hat Teamchef Christian Horner aber noch so seine Zweifel. "Ich habe die Reifenanalyse noch nicht gesehen. Aber im vergangenen Jahr waren wir mit zwei Stopps am Limit." Bei Ferrari heißt es, ein Stopp könnte möglich sein.

Die Differenz zwischen den beiden Reifen-Mischungen betrug am Freitag rund  0,5 bis 1,6 Sekunden. Auch hier waren die Unterschiede von Team zu Team extrem groß. "Wir sind von 0,8 bis einer Sekunde ausgegangen, bevor wir hergekommen sind. Wir denken, das wird auch der Fall sein", sagt Hembery.

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