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Reifenproblem bei Brawn GP

Jenson Button besonders betroffen

Jenson Button Foto: Wolfgang Wilhelm 63 Bilder

In Silverstone kamen die souveränen Brawn GP erstmals in dieser Saison richtig in Bedrängnis. Die Reifen der weißen Renner blieben deutlich unter der optimalen Arbeitstemperatur. Wie nun bekannt wurde, ist Jenson Button von dem Problem besonders stark betroffen.

02.07.2009 Michael Schmidt

In England kamen für Brawn GP wirklich alle negativen Faktoren auf einmal zusammen. Wegen des Streckenlayouts mit den vielen schnellen Kurven war schon vorher klar, dass die Red Bull auf der britischen Traditionsstrecke besonders stark auftrumpfen würden. Aussichtslos wurde der Kampf für das Brawn-Duo allerdings erst durch die dichte Wolkendecke und die niedrigen Temperaturen, die kaum einmal über die 15°C-Marke kletterten.

Harte Reifen, kühles Wetter, schlechte Strecke...

Das Problem wurde auch noch durch die Reifenwahl von Lieferant Bridgestone verschärft. Die japanischen Gummi-Experten entschieden sich dafür, die ganz harte Mischung nach England mitzubringen. "Dazu kam, dass in Silverstone wenig gebremst wird", erklärt Ross Brawn. "Dadurch fehlt dem Reifen die Erwärmung von innen."

Barrichello erinnert: "Das gleiche Problem hatten wir schon in Shanghai." Der Brawn GP geht sorgsam mit seinen Sohlen um. Was bei heißen Temperaturen ein Vorteil ist, wurde unter den äußeren Umständen in England zum Problem: "Unsere Reifentemperaturen lagen um 15 bis 20 Grad unter den Optimalwerten", bedauerte Brawn.

Button zu wenig aggressiv

"Und meine noch mal zehn Grad unter denen von Rubens", fügte Button hinzu. "Weil Jenson weniger aggressiv fährt", ergänzte Brawn. Konkurrent Mark Webber wundert dieser teaminterne Unterschied nicht. "Schaut euch die Aufnahmen der Bordkamera an. Jenson bewegt kaum das Lenkrad. Keiner fährt einen so geraden Strich."

Die Reifenproblematik im Training war so dominant, dass Brawn die Retuschen an Front- und Heckflügel zurückzog. "Wenn du auf einem anderen Gebiet Probleme hast, macht es keinen Sinn, neue Teile auszuprobieren. Das verfälscht nur das Bild." Die Änderungen werden nun am Nürburgring nachgereicht. Der nächste Eingriff am Diffusor erfolgt ein Rennen später. Um seine Chancen zu verbessern sollte Sebastian Vettel also hoffen, dass sich die Klimaerwärmung nicht gerade an den Rennwochenenden zeigt.

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