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Renault-Affäre

Ecclestone fürchtet Renault-F1-Ausstieg

Foto: Reinhard 56 Bilder

Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone fürchtet den Ausstieg von Renault, nachdem der Internationale Automobilverband FIA wegen eines möglicherweise inszenierten Unfalls Ermittlungen vor rund einem Jahr in Singapur aufgenommen hat.

01.09.2009

Renault könnte BMW und Honda folgen

Der Brite ist in Sorge, dass nach Honda im vergangenen Jahr und BMW nach dieser Saison ein weiterer Hersteller Reißaus nehmen könnte. "Dass sie den Sport verlassen könnten, ist offensichtlich eine Gefahr", sagte der Brite in einem Interview der Londoner "Times".

Er hoffe, dass es nicht so ist, "aber es ist etwas, das passieren kann", so Ecclestone weiter. Ins FIA-Visier ist der Crash des damaligen Renault-Piloten Nelson Piquet Junior vor rund einem Jahr in Singapur geraten. Von dem Unfall und der nachfolgenden Safety-Car-Phase hatte sein Teamkollege Fernando Alonso profitiert und das Rennen gewonnen. Die FIA bestätigte offiziell zwar Ermittlungen bei einem früheren WM-Lauf, nicht aber um welchen es geht und wer in die Untersuchung verwickelt ist.

"Das ist nicht das, was wir im Moment gebrauchen können", meinte Ecclestone zu den neuerlichen Meldungen um einen möglichen Betrug. Der Brite hat auch schon mit Renault-Teamchef Flavio Briatore gesprochen. "Alles, was ich weiß, ist, dass Flavio insistiert, dass er nichts davon weiß", erklärte Ecclestone.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, läge ein klarer Verstoß gegen den Artikel 151 (c) des International Sporting Codes vor, der jede Rufschädigung des Sports unter Strafe stellt. Dieser hatte 2007 dazu geführt, dass McLaren-Mercedes wegen der Verwicklungen in die Spionage-Affäre die Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar zahlen musste und aus der Konstrukteurswertung gestrichen wurde. Im Fall des Singapur-Unfalls käme auch die bewusste Inkaufnahme möglicher Verletzungen von Piloten durch derart gefährliches Handeln hinzu.

Schwierige Ermittlungen stehen bevor

Allerdings dürften die Ermittlungen nicht einfach werden. "Wenn es nur der junge Piquet ist, der es sagt, weil er es sagen will, ist das eine Sache", meinte Ecclestone, nachdem Piquet Junior mitten in der Saison nach dem Ungarn-Rennen entlassen worden war und daraufhin Briatore scharf kritisiert und ihn als seinen "Henker" bezeichnet hatte. "Wenn auf der anderen Seite etwas an der Sache dran ist, ist es etwas anderes. Es wird schwierig sein, das zu beweisen", so Ecclestone. "Es hängt davon ab, was bei der Untersuchung rauskommt." Vor allem die Zukunft von Renault in der Formel 1 - die Franzosen gelten seit längerem als Wackelkandidat.

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