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Renault hat Angst vor Motorschäden

"Austin macht uns alle nervös"

Renault V6 2014 - Lotus - GP Singapur Foto: ams 17 Bilder

Renault reist mit Sorgenfalten zum Formel 1-US-Gastspiel nach Texas. Der französische Motorenlieferant befürchtet Probleme mit der Zuverlässigkeit. Die Strecke in Austin stellt die V6-Turbo-Triebwerke auf eine harte Material-Probe.

28.10.2014 Tobias Grüner

Die Formel 1 biegt auf die Zielgerade ein. Dass die Motorensituation in dieser Phase der Saison kritisch sein würde, hatte man schon zu Beginn des Jahres befürchten müssen. Es war klar, dass einige Fahrer im ersten Jahr der neuen V6-Turbo-Generation nicht mit den erlaubten 5 Power Units über die Runden kommen werden.

Überdurchschnittliche Belastung für alle Motor-Komponenten

Mit der Strecke in Austin steht jetzt aber ein echter Härtetest bevor. Der Circuit of the Americas ist eine Tortur für die Antriebstechnik. "Das beginnt schon im ersten Teil der Runde", erklärt Renault-Motoreningenieur Remi Taffin. "Auf der Zielgerade arbeitet der Verbrennungsmotor am Limit. Durch den spürbaren Anstieg zu Kurve 1 muss der Turbo oben auf dem Hügel höher drehen um die gleiche Leistung zu bringen"

"Danach geht es durch das S-Geschlängel bis zu Kurve 8. Wie in Suzuka oder Silverstone arbeitet der Motor hier nahe an der maximalen Belastung. Danach folgt die lange Gegengerade auf der die Autos mehr als einen Kilometer mit Vollgas unterwegs sind. Dabei werden Geschwindigkeiten von 320 km/h erreicht. Der letzten Sektor hat einen Stop & Go-Charakter. Hier hat die MGU-K eine Chance Energie zu sammeln. Immer wenn der Fahrer auf die Bremse tritt, steht die MGU-K unter großer Belastung."

Für alle Motorenbausteine gibt Renault einen Belastungswert von 4/5 an. Lediglich der Spritverbrauch liegt mit 3/5 nur im Durchschnitt. "In dieser Phase der Saison spielt die Zuverlässigkeit eine übergeordnete Rolle. Dass uns ausgerechnet jetzt so eine herausfordernde Strecke bevorsteht, macht alle ein bisschen nervös. Die Kilometerleistung auf allen Teilen ist schon hoch. Das wird ein sehr arbeitsreiches Wochenende um alles auf Schwachstellen zu prüfen."

Vettel plant mit Motor-Strafe in Austin

Ein Renault-Pilot kann allerdings ohne große Sorgen in das Austin-Wochenende gehen. Sebastian Vettel wird wohl schon vor dem Qualifying auf Motor-Paket Nummer 6 wechseln. Der Weltmeister weiß also bereits jetzt, dass ihm eine Aufholjagd bevorsteht. Immerhin muss er im Gegensatz zur Konkurrenz nicht besonders schonend mit dem Material umgehen.

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