6 Ausgaben testen + attraktive Prämie sichern!

6 Ausgaben auto motor und sport mit 25% Preisvorteil zum Preis von nur 17,60 € (ggf. zzgl. 1 € Zuzahlung) testen.

Dazu eine unserer zahlreichen attraktiven Prämien sichern!

Weitere Infos und Bestellung HIER!

Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Erste Punkte für Renault in Bahrain

Ein Auto mit zwei Gesichtern

Nico Hülkenberg - Renault - GP Bahrain - Sakhir - Training - Freitag - 14.4.2017 Foto: sutton-images.com 42 Bilder

Im Qualifying läuft der Renault R.S.17. Im Rennen geht es dafür zurück. Der gelbe Rennwagen frisst seine Reifen. Die Aero-Plattform ist nicht stabil. Updates sollen das ändern.

21.04.2017 Andreas Haupt

Der Renault R.S.17 ist das Auto mit den zwei Gesichtern. Das gute zeigt der gelbe Rennwagen im Qualifying. In Bahrain fehlten Nico Hülkenberg nur drei Zehntel auf den schnellsten Red Bull. Einen Tag später offenbarte der Renault sein schlechtes Gesicht. Im Renntrimm belastet das Auto zu sehr die Reifen. Nico Hülkenberg fiel vom siebten auf den neunten Platz zurück.

Immerhin staubte der französische Werksrennstall die ersten 2 Punkte der Saison ab. Im dritten Anlauf. Trotzdem traf man im Fahrerlager auf eine eher niedergeschlagene Truppe. „Die Pace des Autos war nicht gut genug. Das zieht sich durch unsere bisherige Saison“, ärgerte sich Einsatzleiter Alan Permane. „Wir hatten mehr erhofft, und wurden enttäuscht“, bilanzierte Nico Hülkenberg.

Renault muss Fahrwerk hart trimmen

Ein und dasselbe Auto, das in den Disziplinen Qualifying und Rennen auf so unterschiedliche Weise reagiert: Hat der Le Mans-Sieger von 2015 schon einmal in einem solchem Formel 1-Rennwagen gesessen? „So extrem habe ich es noch nie erlebt.“ Mit wenig Benzin und auf frischen Reifen geht der R.S.17 wie die Hölle. Mit vollem Tank verwandelt sich das Auto. „Die frischen Reifen überdecken unsere Defizite“, heißt es bei Renault.

Das Problem ist die Aerodynamik-Plattform. Der gelbe Rennwagen operiert nur mit einem hart getrimmten Fahrwerk an seinem Optimum. Das hilft in der Qualifikation. Über die Distanz quält es die Hinterreifen. Wie man hört, kämpft Renault auch mit Strömungsabrissen am Unterboden. Das lässt das Auto rutschen. Die Quersteher fressen die Reifen auf.

Upgrade für Bahrain-Test

Renault will mit Upgrades die Probleme lösen. Bei den Testfahrten in Bahrain schraubten die Mechaniker einen neuen Frontflügel ans Auto. Dazu probierte man die trickreiche Luftdurchführung durch die Vorderachse. Renault war mit einem Vorläufer bereits bei den Testfahrten in Barcelona unterwegs. Angeblich mit durchschlagendem Erfolg.

Die Luftdurchführung durch die Rädern erfordert neu designte Felgen und Radnaben. Für die Produktion brauchte es Zeit. Deshalb kommt das Update erst jetzt ans Auto. „Es ist ein signifikanter Schritt“, erzählt Einsatzleiter Permane. "Es gibt uns nicht nur mehr Anpressdruck, sondern hilft, die Aerodynamik in der Balance zu halten. Das wiederum wirkt sich positiv auf das Reifenmanagement aus." Die Rennpremiere soll das neue Paket in Sotschi feiern.

Einstoppstrategie als falsche Basis

In Bahrain hätte mit einer glücklicheren Strategie mehr drin sein können als der neunte Rang. Renault liebäugelte lange mit einer Einstoppstrategie. „Als das Safety-Car kam, rieb ich mir schon die Hände. Ich dachte mir: Das läuft ja super für uns.“ Die Mechaniker rüsteten auf die weichen Reifen um. Mit dem Gedanken, darauf die letzten 44 Runden zu bestreiten. Pirelli hatte vorhergesagt, dass die kühleren Temperaturen die Reifen langlebiger machen würde.

Die Strategie verfehlte ihre Wirkung. Hülkenbergs Reifen kühlten hinter dem Safety-Car aus. Der Rheinländer wurde von seinem alten Force India-Kollegen Sergio Perez überholt. Außerdem bauten die Gummis zu rasch ab. Hülkenberg funkte: „Die Reifen schmieren ab. Ich glaube nicht, dass wir durchhalten." In Runde 36 wechselte Hülkenberg zurück auf die Supersofts, die besser mit dem R.S.17 harmonierten. Da war es bereits zu spät. Romain Grosjean schlüpfte mit einem 5 Runden früheren Reifentausch durch.

„Im Nachhinein wäre es besser gewesen, wenn wir beim ersten Stopp gleich die Strategie umgestellt, und nochmals die Supersofts mitgenommen hätten.“ Mit den rotmarkierten Gummis hätte Hülkenberg seine Track-Position gehalten. „Ich glaube, wir hätten das Rennen vor Force India und HaasF1 beenden können.“ Williams war an diesem Tag sicher zu schnell für Renault.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden