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Renault F1

Es geht langsam bergauf

Fernando Alonso Foto: dpa 27 Bilder

Renault ist bei den Testfahrten eine Konstante. Die gelb-weißen Autos sind fast immer ganz hinten in der Zeitentabelle. Immerhin hat man den Abstand zur Spitze von fast zwei Sekunden auf 0,6 Sekunden verkürzt.

13.02.2009 Michael Schmidt

Die Verlängerung der Schürzen unterhalb der Nase bis hinter die Vorderachse hat sich positiv ausgewirkt. Sie beruhigt den Luftstrom zum Unterboden. Der Großteil aber kam vom Setup. Die Ingenieure experimentieren viel mit der Gewichtsverteilung, unterschiedlichen Federraten und der Aero-Balance. "Das Auto ist so neu, so anders, dass wir es erst verstehen müssen. Wir haben in Jerez aber nicht nur von der Rundenzeit her etwas gefunden. Auch der Reifenabbau ist deutlich geringer geworden", erzählt Nelson Piquet.

Alonso zeigt Fortschritte

Der Brasilianer ist trotz zweier miserabler Testtage vorsichtig optimistisch. Regen, ein Motorschaden, Bremsprobleme und Anlaufschwierigkeiten mit dem Hybridantrieb haben sein Pensum an zwei Tagen auf 84 Runden beschränkt. Als sich Fernando Alonso ins Auto setzte, war alles aussortiert. Der Spanier fuhr 133 Runden an einem Tag und blieb um 0,570 Sekunden über der von Lewis Hamilton aufgestellten Bestzeit für 2009er Autos.
 
"Mit der Abstimmung können wir mindestens noch einmal drei Zehntel wegfeilen, vielleicht sogar mehr." Größtes Problem sind nach wie vor die langsamen Kurven. Das Auto lenkt nur unwillig ein, und es hat eine schlechte Traktion. Obwohl die neuen Autos wegen der unterdimensionierten Hinterreifen eigentlich eher Übersteuern müssten, schiebt der Renault beim Einlenken über die Vorderräder hinweg. Ein Beobachter auf der Strecke. "Da liegen der McLaren, Red Bull und Williams viel neutraler."

Weitere Entwicklung

Renault erwartet im Vergleich zur Konkurrenz auch noch einen größeren Fortschritt von der ersten großen Ausbaustufe, die beim Barcelona-Test vom 9. bis zum 12. März gezündet werden soll. Deshalb hat man die nächste Testwoche gestrichen und wird erst in der ersten März-Woche in Jerez wieder fahren, dort allerdings noch mit moderaten Modifikationen.
 
Nach Aussagen der Ingenieure ist das gegenwärtige Auto ein Schnellschuss. Renault hatte das Aerodynamikprogramm für den Prototypen frühzeitig abgebrochen, weil man Kilometer und Erfahrungen sammeln wollte. Der Frontflügel zum Beispiel ist nur ein Provisorium. Vor den Seitenkästen sind im Gegensatz zum Red Bull, McLaren oder Ferrari noch keinerlei Leitbleche zu sehen.

KERS-Erprobung für Red Bull

Positiv ist, dass KERS schon am dritten Einsatztag problemlos funktionierte. Da haben die KERS-Pioniere von BMW am Anfang deutlich mehr Lehrgeld zahlen müssen. Renault-Kunde Red Bull hat es noch besser. Teamchef Christian Horner schmunzelt: "Wir schauen, wie das System im Renault funktioniert. Wenn da alles klar ist, kommt es bei uns ins Auto." Geplant war das Hybriddebüt für den Red Bull am heutigen Freitag. Hoffentlich ist es kein böses Omen, dass es der 13. ist.

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