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Renault überrascht sich selbst

Halbes Jahr, bis Team wieder läuft

Jolyon Palmer - Renault F1 - Formel 1-Test - Barcelona - 4. März 2016 Foto: Stefan Baldauf 35 Bilder

Renault-Technikchef Bob Bell zeigte sich positiv überrascht über das Auftreten seines Autos bei den Testfahrten. Der R.S.16 läuft besser als erwartet. Die zuletzt auf Sparflamme runtergedrehte Entwicklung muss erst wieder angeworfen werden. Das wird ein halbes Jahr dauern.

04.03.2016 Michael Schmidt

Der neue Renault R.S.16 ist gemessen an seiner Entwicklungszeit leidlich standfest und schneller als erwartet. Technikchef Bob Bell resümierte am Abend des siebten Testtages: "Wir haben uns selbst überrascht. Gemessen am späten Beginn der Entwicklung sind wir besser als erwartet. Das Auto ist gut fahrbar, gut ausbalanciert, einigermaßen zuverlässig und konstant in seinen Reaktionen."

Am siebten Tag von Barcelona störte allerdings ein Getriebeschaden das Tagesprogramm. Wieder erwischte es Neuling Jolyon Palmer. Der Engländer war schon in der ersten Woche lediglich 78 Runden gefahren. Doch diesmal legten sich die Renault-Mechaniker ins Zeug und wechselten das Getriebe in 2 Stunden. Palmer schaffte noch 98 Runden. "So konnte er wenigstens noch eine Rennsimulation bestreiten", atmete Bell auf. Am letzten Tag soll Palmer die Qualifikation üben.

Token haben Renault nicht eingebremst

Der Renault R.S.16 fuhr in Barcelona praktisch schon in seiner Melbourne-Spezifikation. "Wir haben nur wenig neue Teile ans Auto gebracht. Das hat uns Zeit für andere Aufgaben geschaffen." Renault muss erst einmal den Turbo wieder anwerfen, um die Entwicklungsabteilung dorthin zu bringen, wo sie vor dem Sparkurs einmal war.

"Das wird ein halbes Jahr dauern. Wir brauchen Leute und müssen unsere Werkzeuge auf den letzten Stand bringen. Sie waren etwas eingerostet", urteilt Bell. In 18 Monaten soll Renault wieder ein Top-Team sein. Das Ziel sind 650 Angestellte.

Frühes Umschwenken auf 2017er Entwicklung

Die Frage, wann Renault genau auf das 2017er Auto umschwenkt, wird in den ersten zwei Rennen beantwortet: "Wir müssen zuerst schauen, wo wir stehen. Dann legen wir fest, was möglich ist und wie viel Einsatz es kostet, das zu erreichen. In unserem Fall ist es sehr wahrscheinlich, dass wir früh in Richtung 2017 gehen."

Beim Motor wird natürlich voll weiterentwickelt. Bell ist zufrieden mit dem aktuellen Stand: "Der Motor ist zuverlässiger und viel besser fahrbar als letztes Jahr. Der Turboschaden von letzter Woche war eine bekannte Schwachstelle. Sie wurde behoben. Wir sehen auch, dass der Motor von der Leistung her ein gutes Potenzial hat. Das aktuelle Token-System hat uns nicht davon abgehalten, das zu tun, was wir tun wollten."

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