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Renault F1

Renault verkauft Mehrheit an Gérard Lopez

Foto: Renault 33 Bilder

Update ++ Renault hat am Mittwoch (16.12.) in Paris die Pläne für sein Formel 1-Team bekannt gegeben. Der Rennstall wird zu einem "großen Teil" an die Luxemburger Investmentfirma Genii Capital verkauft. Neben dem F1-Team wird auch die Motorenproduktion fortgeführt.

16.12.2009 Michael Schmidt

Der Name Renault bleibt der Formel 1 erhalten. Und doch ist es kein 100-prozentiger Werkseinsatz mehr. Damit verabschiedet sich nach Honda, BMW und Toyota der vierte Automobilhersteller von der Formel 1-Bühne. Der Name bleibt erhalten, doch die Eigentümerverhältnisse verschieben sich.

Verkauf von 75 Prozent an Investor aus Luxemburg

Wie groß der verbleibende Anteil Renault am Rennstalls ist, wollten die Franzosen nicht verraten. Experten schätzen jedoch, dass der Luxemburger Geschäftsmann Gerard Lopez mit seiner Investmentfirma Genii Capitals 75 Prozent des im englischen Enstone residierenden Teams übernehmen wird. Lopez wurde weltweit bekannt, als er mit seiner Investmentfirma Mangrove Capital in die Kommunikationssoftware Skype investierte, die Ende 2005 für über zwei Milliarden Dollar an Ebay weiterverkauft wurde.

Der 37-jährige Luxemburger sieht die Formel 1 als Plattform für Geschäfte. Er erklärte beim Motorsport Business Forum in Monte Carlo vergangene Woche, dass sich der Sport im Wandel befinde, und Zeiten des Neuanfangs für Investoren immer spannend sind.

Bernard Rey, der Teampräsident von Renault, äußerte sich zufrieden über den Teilverkauf des Teams: "Ich freue mich darüber, Genii Capitals als unseren neuen strategischen Partner begrüßen zu können. Ich bin sicher, dass ihr Enthusiasmus und ihre Wirtschaftskenntnisse eine neue Dynamik im Team schaffen werden. Mit dieser Entscheidung zeigt Renault nicht nur seine Verbundenheit mit den Fans, den Angestellten in Enstone und Viry sowie der FIA, FOA und FOTA, sondern glaubt auch an die positiven Auswirkungen der Vermarktung von wichtigen Technologien im Zusammenhang mit unserem Produktplan."

Ausstieg teurer als Weitermachen

Für Renault ist ein Teilverkauf die einzige Chance, sich ohne größere Kosten auf Raten von der Formel 1 zu verabschieden. Interne Quellen behaupten: "Renault hat weder das Geld weiterzumachen, noch das Geld aufzuhören. Aufhören wäre teurer als Weitermachen, doch Weitermachen ist schon zu teuer für uns." Durch den mehrheitlichen Verkauf des Teams an Lopez können die Kosten nun deutlich gesenkt werden. Lopez will angeblich am Team in Enstone wenig ändern. Damit werden Bob Bell (Teamchef), Steve Nielsen (Teammanager), James Allison (Technikdirektor) und Tim Densham (Chefdesigner) weiter die Hauptrollen spielen.

Die Motorenlieferung an das abgespeckte Werksteam und an Red Bull bleiben weiter zu 100 Prozent in den Händen von Renault. Beim Rennstall von Sebastian Vettel zeigte man sich zufrieden, dass der Vertrag verlängert wurde: "Wir sind sehr glücklich mit der Art, wie sie mit uns zusammenarbeiten und freuen uns die fruchtbare Partnerschaft mit Renault 2010 fortzuführen", erklärte Red Bull-Teamchef Christian Horner.

Briatore spielt keine Rolle

Zuletzt waren Gerüchte aufgetaucht, der ehemalige Red Bull-Technikchef Geoff Willis könnte in Enstone andocken. Willis war auch bei Sauber im Gespräch, hat sich aber anders orientiert. Spekulationen, Flavio Briatore könnte dank seiner guten Verbindung zu Lopez durch die Hintertür wieder auftauchen, sind aus der Luft gegriffen. Das hätte Bernie Ecclestone nie zugelassen. Der Formel 1-Chef war einer der Drahtzieher des Deals.

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