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Renault F1 V6 Turbo-Motor für 2014

F1-Turbo-Pionier startet in die Zukunft

Renault F1 Motor 2014 V6 Foto: Renault 18 Bilder

Renault hat seinen neuen Formel 1-Motor für die Saison 2014 vorgestellt. Der 1,6 Liter V6 Turbo mit Hybrid-Unterstützung soll 2014 beim Kampf um den WM-Titel den entscheidenden Unterschied machen. Wir zeigen Ihnen das neue Triebwerk im Detail.

25.02.2013 Tobias Grüner

Für Renault beginnt 2014 eine Reise in die Vergangenheit. 1977 hatte der französische Autobauer die Formel 1 erstmals mit Turbo-Motoren aufgemischt. 37 Jahre später beginnt für Renault ein neues Turbo-Zeitalter in der Königsklasse. Auch wenn es sich ähnlich anhört: Mit den 1,5 Liter Aggregaten der Vergangenheit haben die neuen 1,6 Liter V6 Triebwerke bis auf die Aufladung kaum noch etwas gemeinsam.

Renault-Motor setzt auf Effizienz

Das neue Formel 1-Zauberwort heißt ab 2014 Effizienz. 100 Kilogramm Sprit (ca. 140 Liter) stehen den Piloten am Start nur noch zur Verfügung. Wer aus dem begrenzten Kraftstoff die meiste Leistung herausholt, wird am Ende gewinnen - so zumindest der Plan der Regelmacher. Mit den aktuellen Achtzylinder mit 2,4 Liter Hubraum wäre das Ziel kaum zu erreichen. Am Start eines Rennens befinden sich momentan ca. 200 Liter an Bord.
 
Da der neue 1,6 Liter V6 Motor mit Direkteinspritzung und Turbo-Unterstützung alleine nur gut 600 PS auf die Hinterachse bringt, wird er gleich durch zwei Elektromotoren unterstützt, um eine mit heute vergleichbare Leistung von gut 750 PS zu generieren. Die neuen Autos sollen schließlich nicht langsamer sein als ihre Vorgänger.

Die Energie für die Batterien wird künftig nicht nur beim Bremsen an der Hinterachse geerntet sondern auch durch eine Turbine im Abgasstrom. Die zusätzliche Hybrid-Power steigt dadurch von 82 PS auf 163 PS. Sie darf außerdem häufiger eingesetzt werden: Der Boost-Button steht aktuell nur 6,7 Sekunden pro Runde zur Verfügung. Künftig können die Piloten 33,3 Sekunden lang das magische Knöpfchen drücken.

Motor soll wieder den Unterschied machen

Mercedes hatte sein neues V6-Triebwerk bereits im Januar der Öffentlichkeit präsentiert. Am Montag (25.2.2013) standen auch im Renault-Motorenwerk in Viry die Tore für die Journalisten offen. Alle Geheimnisse gaben die französischen Ingenieure dabei natürlich nicht preis. Im Gegensatz zur aktuellen Formel 1-Generation, in der vor allem die Aerodynamik regiert, könnte der Motor 2014 wieder ein echter Erfolgsfaktor werden. Da will man der Konkurrenz nicht unnötig Tipps geben.

Renault hatte am stärksten auf die Einführung einer neuen Motorenformel gedrängt. Die neuen Aggregate sollen durch ihren geringeen Hubraum und die Turbo-Aufladung näher an der Massenproduktion sein. Das Thema Spritverbrauch könne man marketingtechnisch besser an den Mann bringen als pure Leistung, so das Argument. Zudem hofft man bei Renault, das die V6 Turbo-Generation für mehr Action auf der Strecke sorgt.

Neuer V6 Turbo Motor zuverlässig?

Auch das Thema Kosten wurde nicht aus den Augen verloren. Langfristig rechnen die Franzosen mit einem hohen Einsparpotenzial. Statt wie bisher acht stehen jedem Fahrer künftig nur noch fünf Triebwerke zur Verfügung. Dabei zählen die Regelhüter nicht nur den Verbrennungsmotor ein sondern auch die Hybrid-Aggregate. Geht zum Beispiel eine Batterie kaputt, ist eins von fünf so genannten "Power Trains" nicht mehr zu gebrauchen. Die meisten Experten sehen deshalb vor allem in der ersten Saison die Zuverlässigkeit als die größte Aufgabe für die Motorenhersteller an.

Neben Red Bull, Lotus, Williams und Caterham wird 2014 wohl noch ein fünfter Kunde mit Renault-Triebwerken unterwegs sein. Toro Rosso plant den Wechsel von Ferrari zu den Franzosen, um künftig in Antriebsfragen enger mit Red Bull kooperieren zu können. Verträge habe man aber noch mit keinem Rennstall geschlossen, so Renault.

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