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Renault

Friede, Freude, Eierkuchen

Foto: Daniel Reinhard

Nachdem sich die streitenden Parteien am Donnerstag (5.10.) an einen Tisch gesetzt haben, spielen Teamchef Flavio Briatore und Weltmeister Fernando Alonso die angespannte Situation bei Renault herunter.

06.10.2006 Markus Stier

Fernando Alonso wunderte sich über das mächtige Echo, das seine Vorwürfe gegen das Renault-Team (fehlende Unterstützung) und Teamkollege Giancarlo Fisichella (mangelnde Teamarbeit) erzeugten. "Ich war überrascht über die heftigen Reaktionen. Ich habe sehr klar gesagt, dass dies lediglich meine persönlichen Empfindungen waren und dass ich die Entscheidungen des Teams absolut verstehe und akzeptiere."

"Ich habe das gestern Abend dem Team und Fisi erklärt, und es gibt kein Problem mehr", fährt Alonso fort und malt ein Bild voller Glück und Harmonie: "Ich weiß nicht, wie es auf Außenstehende wirkt, aber wir haben im Moment eine fantastische Stimmung im Team."

Flavio Briatore: "Kein grundsätzliches Problem"

Ins gleiche Horn stößt auch Teamchef Briatore: "Wir reden manchmal über Frustration, Druck, dies und das. Das kommt vor. Ich glaube aber nicht, dass es ein grundsätzliches Problem gibt. Vielleicht gibt uns das alles einen Schub Extra-Motivation für das Wochenende."

Gleichzeitig verteidigte Briatore das Verhalten des Teams und das von Giancarlo Fisichella in China. "Es war gar keine Frage, dass Fisi überholen musste. Es war ausgeschlossen, Fisi und Michael hinter sich zu halten. Wir haben dieses Körnen nie erwartet, und wir haben den Reifen nur gewechselt, weil es der Fahrer so wollte. Danach war es unmöglich einen Fahrer hinter sich zu halten, wenn man selbst vier Sekunden langsamer ist."

Den verpatzten Boxenstopp in Shanghai sieht Briatore nicht als rennentscheidend an: "Ich glaube nicht, dass der Boxenstopp irgendeinen Einfluss auf das Ergebnis hatte. In Wahrheit haben wir die Punkte in Budapest verloren." In Ungarn war Alonso nach einer nicht festgezogenen Radmutter ausgeschieden.

Hat Alonso seine Tage?

Flavio Briatore schreibt am Ende die aufgekommenen Unstimmigkeiten den Stimmungsschwankungen seines Fahrers zu. Wenn ihr euch erinnert, es gab schon letztes Jahr einen Moment, wo er sich so geäußert hat. Vielleicht hat er diese Phase einmal im Jahr. Jetzt, wo es passiert ist, wird es vielleicht für die letzten zwei Rennen wieder gut sein."

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