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Renault gibt Motorprobleme zu

"Wir haben noch viel zu tun"

Lotus - Bahrain - Formel 1 - Test - 2014 Foto: xpb 17 Bilder

Obwohl Daniel Ricciardo im Red Bull am sechsten Testtag von Bahrain den internen Renault-Rekord gebrochen hat, war Renault-Einsatzleiter Remi Taffin nicht zufrieden. Pastor Maldonado blieb mit einem weiteren Motorschaden stehen. Taffin gab zu: "Wir haben noch viel zu tun."

28.02.2014 Michael Schmidt

Man muss die positiven Dinge sehen. Daniel Ricciardo markierte mit 1:35.743 Minuten die schnellste Zeit, die je ein Pilot mit Renault-Motor an den sechs Testtagen in Bahrain gefahren war. Außerdem legte der Australier 66 Runden zurück. Eine hundertprozentige Steigerung. Auch Jean-Eric Vergne und Marcus Ericsson schafften mit 61 und 55 Runden respektable Distanzen.

Dann aber gab es auch wieder einen Motorschaden. Wieder traf es Pastor Maldonado. Schon am Vortag war einer der V6 Turbos aus Frankreich eingegangen. Da blieb Toro Rosso mit einem Motorplatzer stehen. "Diese Probleme dämpfen die gute Nachricht, dass es bei Red Bull aufwärts gegangen ist", räumte Renault-Einsatzleiter Remi Taffin ein.

Probleme mit Turbolader und Software

Die Motorschäden von Daniil Kvyat am Donnerstag und der von Pastor Maldonado am Freitag wiesen Ähnlichkeiten auf, hatten aber andere Ursachen. "Wir sahen Maldonados Problem kommen, konnten es aber nicht mehr stoppen. Wir wissen aber, was wir zu tun haben, damit dieser Schaden in Zukunft nicht mehr auftritt."

Taffin gibt zwei Problemkreise zu. Den Turbolader und die Software-Abstimmung. "Es stimmt, dass die Motoren jetzt sauberer laufen, aber noch lange nicht sauber genug. Unsere Messlatte ist die Fahrbarkeit des alten V8. Und da sind wir noch nicht angelangt."
 
Deshalb ist Ricciardos Runde mit Vorsicht zu genießen. "Er hatte nicht zu hundert Prozent Motorleistung. Nicht auf die Power bezogen, sondern auf die Fahrbarkeit. Da kannst du schnell mal in jeder Kurve ein bis zwei Zehntel Verlieren."

Renault hat Homologationsmotor bei FIA abgeliefert

Die Hoffnung von Renault, dass die Homologationsfrist hinausgeschoben wird, hat sich nicht erfüllt. "Wir haben heute einen Motor zum Versiegeln an die FIA geschickt und fühlen uns wohl dabei. Wir wären aber auch Lügner, wenn wir behaupten würden, uns hätten drei Monate mehr Zeit nicht geholfen. Die einzelnen Systeme funktionieren isoliert betrachtet gut, aber wir müssen noch viel daran arbeiten, dass sie auch miteinander kommunizieren."

Das ist laut Taffin hauptsächlich Software-Arbeit. Und die ist vom Einfrieren der Technik nicht betroffen. Was genau am Turbolader krankt, wird nicht verraten. Ist es die MGU-H, die Position des Turboladers oder der Lader selbst? Da hält sich Renault bedeckt. Nachbessern an der Zuverlässigkeit ist weiter erlaubt. "Davon werden wir in den nächsten Monaten sicher einige Male Gebrauch machen. Aber das ist uns auch mit dem V8 schon passiert."

Spritverbrauch kein Problem für Renault

Die andauernden Motorprobleme halten die Kundenteams davon ab, Basisarbeit zu betreiben: Startübungen, Boxenstopp-Training, Rennsimulationen, Setup-Arbeit mit dem Auto. Auf die Starts angesprochen meinte Taffin: "Das ist jetzt wirklich zweitrangig. Starts können wir auch noch in Melbourne üben."
 
Auch über die Rennsimulation macht sich der Franzose nicht den Kopf, außer dass er wenigstens eine noch gerne in dieser Woche über die Bühne bringen würde. "Der Spritverbrauch ist ganz sicher nicht unser Problem. Darum sorgen wir uns im Moment am wenigsten. Wir müssen eine gute Abstimmung zwischen den Systemen hinkriegen."

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