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Renault

Heidfeld mit Fehlstart in die Saison

Nick Heidfeld Foto: xpb 72 Bilder

Das war kein Auftakt nach Maß. Nick Heidfeld war nach der ersten K.O.-Runde der Qualifikation schon Zuschauer. Und Teamkollege Vitaly Petrov fuhr sensationell auf Startplatz sechs. Das verlangt nach Erklärungen.

26.03.2011 Michael Schmidt

Nick Heidfeld rang nach Worten. Wie erklärt man einen Rückstand von 1,7 Sekunden auf einen Teamkollegen, den man bei den Testfahrten immer im Griff hatte? Was sagt man dazu, dass man beim ersten Einsatz für den neuen Arbeitgeber bereits in der ersten Qualifikationsrunde rausfliegt, wo man insgeheim von einer Saison im Spitzenfeld gerechnet hat? Die Erklärung von Heidfeld ist ein langer Leidensweg.

Verkehr und KERS vermasseln Renault-Debüt

Generell hat vieles nicht gepasst. "Ich war das ganze Wochenende mit der Balance des Autos nicht zufrieden. Und ich war nicht dort, wo ich mich nach den Testfahrten gesehen habe." Dass KERS im entscheidenden Moment keine Leistung abgegeben hat, ist für Heidfeld keine Entschuldigung. Verkehr auf der Strecke schon eher. Auf die Frage, ob er unter optimalen Bedingungen die Zeit von Vitaly Petrov hätte erreichen können, meinte der Mönchengladbacher ehrlich: "Ich weiß es nicht."

Beim ersten Versuch stand Heidfeld der Mercedes von Michael Schumacher im Weg. Der Renault-Pilot war seinem Landsmann nicht böse: "Ich war mit harten Reifen unterwegs. Damit hätte ich sowieso keine Runde geschafft, mit der ich weitergekommen wäre." Die Rennleitung zeigte Schumacher dennoch die gelbe Karte. Als Heidfeld die weichen Reifen aufziehen ließ, suchte sein Renningenieur eine schöne Lücke im Feld. "Wir glaubten sie auch gefunden zu haben, aber als ich losfuhr, waren plötzlich ein Virgin und ein HRT vor mir", klagte Heidfeld.

HRT einfach zu langsam für Heidfeld

Der Versuch, die beiden rollenden Schikanen in der Aufwärmrunde zu überholen, misslang: "Die beiden haben Gas gegeben, als ginge es um alles." Also Platz schaffen für den eigenen Versuch. "Ich habe ein paar Autos vorbeigelassen, bin dann aber doch wieder auf den Virgin aufgelaufen. Den konnte ich auf der Gegengeraden überholen. Wenig später sehe ich den HRT vor mir. Der rollte so langsam herum, dass ich mich total verschätzt habe. Ich wollte innen vorbei, musste dann trotzdem voll auf die Bremse. Wieder war eine Runde kaputt. Es war auch schon die dritte auf diesem Reifensatz." Heidfeld hat daraus gelernt: "Wenn ich das nächste Mal hinter einem HRT auf eine schnelle Runde gehe, lasse ich acht Sekunden Luft."

Startplatz 18 bedeutet für Heidfeld viel Arbeit im Rennen. Der Ersatz von Robert Kubica will den Vorteil der frischen Reifen nutzen. "Ich war nie ein Fan des verstellbaren Heckflügels. Doch in meiner Situation kann ich mich damit anfreunden. Ich brauche ihn im Rennen vielleicht."

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