Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Renaults Lichtmaschinen-Rätsel

Gleiches Problem schon in Monaco?

Red Bull - Formel 1 - GP Bahrain - 21. April 2012 Foto: xpb 20 Bilder

Sebastian Vettel und Romain Grosjean blieben in Valencia mit defekter Lichtmaschine stehen. Renault-Motorenchef Rob White vermutet einen identischen Schaden. Doch jetzt wird es mysteriös. Der Defekt war vermutlich bereits einmal aufgetreten in diesem Jahr. An einem Caterham in Monte Carlo.

26.06.2012 Michael Schmidt

Diese Szenen haben in einer Zeit kugelsicherer Rennautos Seltenheitswert. Zwei Autos rollen lautlos aus. Erst der führende Red Bull von Sebastian Vettel. Sieben Runden später stoppt auch der zweitplatzierte Lotus von Romain Grosjean. Schnell ist klar. In beiden Fällen streikte die Lichtmaschine.

Lichtmaschine komplexes Standardteil

"Ein hochkomplexes Teil", erklärt Rob White, "aber trotzdem irgendwie Standard. An dieser Komponente findet keine permanente Entwicklung statt." Der Renault-Motorenchef fühlte sich verantwortlich. Die Lichtmaschine wird in Zusammenarbeit zwischen Renault und Magneti Marelli hergestellt.

"Wir wissen nicht was kaputt ging, aber wir glauben, dass es die gleiche Ursache hat", räumt White ein. Sein Mitarbeiter Cyril Dumont, der für Red Bull zuständig ist, hatte in der Pressemitteilung gemutmaßt, dass Überhitzung der Grund gewesen sei. Vermutlich eine vorschnelle Analyse.

Safety-Car-Phase wohl kein Grund für Probleme

Selbst White zweifelt, dass der Ausfall irgendetwas mit der Safety-Car-Phase zu tun hat: "Es gibt keinerlei Anzeichen dafür. Die Lichtmaschinen sitzen bei allen unseren Motoren am gleichen Ort, ganz unten auf der linken Motorseite. Nur die Peripherie ist bei jedem Fahrzeug anders. Wir hatten ja noch sechs andere Fahrzeuge im Feld, die gut durch die Safety-Car-Phase gekommen sind." Außerdem war in Red Bull-Kreisen zu hören, dass bei Mark Webber höhere Temperaturen unter der Motorverkleidung gemessen wurden als bei Vettel.

Beim Spitzenreiter kündigte sich der Defekt zwei Runden zuvor an. "Ich kam schon beim Restart nicht mehr richtig weg. Wenn kein Strom da ist, geht irgendwann gar nichts mehr", erzählte Vettel. Romain Grosjean traf die Panne aus heiterem Himmel. Der doppelte Schaden beunruhigt Renault. Es sind nur 14 Tage Zeit, die Ursache herauszufinden.

Lichtmaschine schon in Monaco mit Problemen

Normalerweise reicht dieser Zeitrahmen zur Ursachenforschung aus. Wenn es da nicht einen Vorfall gäbe, der beim Grand Prix von Monaco passiert ist. White räumt ein: "Wir hatten an einem Caterham in Monte Carlo einen Schaden an der Lichtmaschine." Vitaly Petrov musste dort das Rennen nach 15 Runden aufgeben. Renault glaubte damals, die Ursache für den Defekt erkannt zu haben. Doch jetzt ist man sich seiner Sache nicht mehr so sicher.

White: "Wir müssen abklären, ob das eine nicht doch etwas mit dem anderen zu tun hat." Dazu ein Kommentar aus dem Lager von Red Bull: "Drei Mal der gleiche Schaden, drei verschiedene Autos. Da liegt der Verdacht nahe, dass es nichts mit der Umgebung der Lichtmaschine zu tun hat."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden