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Renaults Lichtmaschinen-Defekt

"Es passiert nicht noch einmal"

Lotus - Formel 1 - GP England - Silverstone - 5. Juli 2012 Foto: Grüner 47 Bilder

Renault hat Vorkehrungen getroffen, damit das Lichtmaschinen-Problem von Valencia nicht wieder auftritt, das Sebastian Vettel und Romain Grosjean beim GP Europa aus dem Rennen gerissen hat. Dabei hat man das Problem immer noch nicht zur Gänze verstanden, wie Chefingenieur Remi Taffin zugibt.

05.07.2012 Michael Schmidt

Dieser Defekt ist ein großes Rätsel. Noch nicht einmal Renault weiß genau, warum beim GP Europa die Lichtmaschine in den Autos von Sebastian Vettel und Romain Grosjean streikte. Sie hat Vettel den Sieg gekostet und Grosjean einen möglichen zweiten Platz.

Renault hat zu Beginn dieser Woche die Rennen von Vettel und Grosjean exakt auf dem Prüfstand nachgestellt. Gleiche Umgebungstemperatur, gleiche Schaltmanöver, gleiche Gaspedalbetätigung. Als würden Vettel und Grosjean den Grand Prix ein zweites Mal fahren.

Renault kann Schaden nicht komplett reproduzieren

Renault-Chefingenieur Remi Taffin verrät: "Wir haben Anzeichen gesehen, dass der Schaden unter diesen Bedingungen wieder hätte auftreten können. Wir konnten ihn aber nicht in diesem Ausmaß reproduzieren. Die Innereien der Lichtmaschine waren bei beiden Schadensfällen komplett geschmolzen. Deshalb gaben sie uns auch keinerlei Rückschlüsse."

Renault hat reagiert. Für Silverstone stammen die acht Lichtmaschinen für die vier Kunden Red Bull, Lotus, Caterham und Williams aus einer Serie des Jahres 2011. Dazu Taffin: "Wir haben aufgepasst, dass uns keinerlei 2012er Teile dazwischen gerutscht sind."

Der 37-jährige Franzose versichert aber: "Wir sind uns sicher, dass es nicht wieder passiert, obwohl wir die Ursachen des Schadens im Moment noch nicht hundertprozentig ermitteln können. Die getroffenen Gegenmaßnahmen sind nach unserer Einschätzung ausreichend."

Gegenmaßnahmen sollen erneuten Schaden vermeiden

Die Renault-Elektroniker haben zur Sicherheit auch die Programme der Motorsteuerung umgeschrieben. Klar ist nämlich, dass beide Alternatoren in Valencia zu heiß liefen. Das hatte nichts mit den hohen Temperaturen am Renntag zu tun, sondern mit zu hoher mechanischer und thermischer Belastung, wie Taffin ausführt.

"Eine Lichtmaschine wird am meisten gestresst, wenn die Drehzahlen sehr niedrig sind. Wir reden hier von Drehzahlen nahe des Leerlaufs. Deshalb haben wir unsere Kennfelder so umgeschrieben, dass dieser kritische Bereich so selten wie möglich erreicht wird."

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