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Renault-Misere geht weiter

Ricciardo-Motor zündet Feuerwerk

Daniel Ricciardo - GP Bahrain 2015 Foto: xpb 59 Bilder

Red Bull fehlten 200 Meter zu einem problemlosen Rennen. Dann explodierte der Renault-Motor von Daniel Ricciardo in spektakulärer Manier. Der Australier muss in Barcelona somit bereits seinen 4. Antrieb einsetzen. Es drohen die ersten Strafen.

19.04.2015 Tobias Grüner

Dieses Bild wollte man bei Renault unbedingt vermeiden. Das ganze Wochenende ließ man die Autos mit reduzierter Leistung fahren, um weitere Motorschäden zu verhindern. Doch dann rollte Daniel Ricciardo mit einer riesigen Rauchwolke im Heck über die Ziellinie.

"Als das Feuerwerk über der Strecke losging hat sich der Motor wohl gedacht: Da mache ich mit", übte sich Teamchef Christian Horner in Galgenhumor. "Das war ein spektakuläres Finish. Der Schaden kam 200 Meter vor der Ziellinie - ohne Vorankündigung. Zum Glück hatte Daniel noch genug Schwung, um es über die Linie zu schaffen."

Der Australier zog geistesgegenwärtig die Kupplung, um den Antrieb von der Achse zu trennen. So sicherte er am Ende immerhin Rang 6. Doch Freude darüber wollte im Red Bull-Lager nicht aufkommen. Es war bereits das dritte Aggregat, das wohl nicht mehr zu retten ist. "Ich denke, dass der Motor nur noch als Kaffeetisch nützlich ist. Damit ist Daniel nun beim vierten Motor in Barcelona."

Ricciardo mit dem vierten Motor in Barcelona

Mehr als 4 Antriebseinheiten sind seit dieser Saison bekanntlich nicht erlaubt. Beim nächsten Schaden drohen somit bereits die ersten Strafen. Dabei war der Bahrain-Trip bis dahin eigentlich positiv verlaufen. "Das war unser bestes Wochenende in Sachen Pace. Und das, obwohl wir nicht optimal aufgestellt waren. Wir mussten auf die reduzierte Motorleistung mit kleineren Heckflügeln reagieren. Das wiederum wirkt sich negativ auf andere Faktoren aus, wie zum Beispiel das Reifenaufwärmen."

In Barcelona will Renault mit einem großen Update weitere Fortschritte in Sachen Pace machen. Doch um endlich wieder konkurrenzfähig zu sein, muss erst Renault seine Probleme in den Griff bekommen. "Die wichtigste Frage lautet: Welche Motor-Spezifikation können wir fahren? Das Rennen kommt etwas früher als der Renault-Plan für die nächsten Fortschritte vorsieht", gibt sich Horner vorsichtig.

Gleicher Schaden wie bei Verstappen

Der Red Bull-Capo nimmt den Motoren-Partner in die Pflicht: "Renault kann es sich selbst nicht leisten, lange in dieser Situation zu bleiben. Aber solange es sich um die gleichen Fehler und keine neuen Probleme handelt, ist es noch akzeptabel. Dafür sind bereits Lösungen geplant."

Die erste Analyse von Renault hat bereits ergeben, dass es sich bei dem Ricciardo-Schaden um das gleiche Kolben-Problem wie bei Max Verstappen in China handelte. Auch damals ging der Motor erst kurz vor Schluss in Rauch auf. Die Lösung für dieses Problem soll aber erst in Monaco parat sein. In Barcelona müssen die Fahrer also wieder bis zur Ziellinie zittern.

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