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Renault feiert leise

Motor-Upgrade schon in Monaco?

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP Spanien 2016 Foto: sutton-images.com 17 Bilder

Der Sieg von Max Verstappen im Red Bull war auch ein Sieg für Renault. Doch die Franzosen feierten leise. Weil der Motor offiziell den Namen des Sponsors trägt. Diese Woche testet Renault das große Motoren-Upgrade. Sportchef Cyril Abiteboul schließt ein Debüt in Monte Carlo nicht aus.

17.05.2016 Michael Schmidt 6 Kommentare

Renault-Botschafter Alain Prost zierte sich. Offiziell durfte der vierfache Weltmeister Glückwünsche für Renaults ersten GP-Sieg seit Spa 2014 gar nicht annehmen. Im Red Bull-Chassis trägt der Renault R.E. 16 V6-Turbo den Namen seines Sponsors TAG Heuer.

Trotzdem ließ sich Prost zu der Aussage hinreißen: "Der Sieg war wichtig für Renault. Weil es die Motorenleute bestätigt, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Renault hat schon über den Winter große Fortschritte gemacht. Wenn der nächste Schritt genauso groß wird, dann ist das zusammen mit Red Bull ein starkes Paket."

Renault testet die dritte Spezifikation der 2016er Antriebsquelle diese Woche in Barcelona in 2 Autos. Das Werksteam und Red Bull bekommen je ein Exemplar des runderneuerten Motors. Er soll 35 PS mehr abgeben, weniger Sprit verbrauchen, eine verbesserte Fahrbarkeit aufweisen und die Rundenzeit im Schnitt um 0,45 Sekunden senken.

Monaco-Einsatz nur bei problemlosen Test

Ursprünglich wollte Renault mit seiner Ausbaustufe beim GP Kanada debütieren. Sportchef Cyril Abiteboul schließt aber nicht aus, dass der Einsatz schon auf Monte Carlo vorgezogen wird: "Wenn nach den Testfahrten alle Daten grün sind, überlegen wir es uns. Aber die Erfahrung aus dem letzten Jahr lehrt uns, dass es nichts bringt, die Dinge zu überstürzen. Auch wenn Red Bull meint, das man Dinge die man morgen tun kann, nicht auf übermorgen verschieben soll."

In der Saison 2015 bezahlte Renault ein paar Mal für verfrühte Einsätze von Modifikationen mit Motorplatzern. In diesem Jahr liegen die Franzosen mit allen 4 Autos im Plan. Daniel Ricciardo, Max Verstappen, Kevin Magnussen und Jolyon Palmer haben nach dem fünften Grand Prix immer noch das jeweils erste Exemplar des Verbrennungsmotors, des Turboladers und der beiden Elektromaschinen im Auto. Nur bei Batterien und Steuereinheiten kam es schon zum Teile-Austausch.

Abiteboul sieht der Entscheidung über den Einsatz des Upgrades gelassen entgegen: "Monte Carlo ist nicht die Strecke, auf der wir die Ausbaustufe unbedingt brauchen. Dort spielt die Leistung die geringste Rolle. Deshalb werden wir bei der geringsten Unsicherheit lieber warten." In Monte Carlo würden die Verbesserungen nur mit 2 Zehnteln in die Rundenzeit eingehen.

Red Bull hält sich im Gegensatz zu früher zurück. "Das ist allein die Entscheidung von Renault, aber wenn es etwas gibt, das uns in Monte Carlo noch stärker macht, nehmen wir es gerne an", wehrt Teamchef Christian Horner ab. Träumen ist trotzdem erlaubt: "Wenn die Motor-Ausbaustufe von Renault hält, was sie verspricht, können wir dauerhaft Ferrari unter Druck setzen."

Neuester Kommentar

@Vanta

Sorry, ich habe mich unklar ausgedrückt. Ich meinte mit "soll nicht so gut sein" nicht, dass es ein Mittelklasse-Chassis ist. Es ist top, keine Frage. Ich wollte damit nur andeuten, dass es nicht state-of-the-Art ist. Also es ist nicht das non-plus-ultra im Feld und ich glaube, dass Red Bull das bessere Chassis hat. Meiner Ansicht nach profitiert Mercedes von seiner Antriebseinheit (ganz sicher die beste im Feld) und von einer ausgeklügelten Fahrwerkslösung, die Nick- und Roll-Bewegungen minimiert. Ein derart vernetztes Fahrwerk hat ja 2011 und 2012 für große Probleme bei Mercedes geführt. Anscheinend haben sie dieses System über die Jahre perfektioniert. Der Mercedes liegt wie auf Schienen und ist gerade in langsamen Kurven-Kombinationen überragend. Und natürlich durch die extrem gute Antriebseinheit auf Geraden und bei Beschleunigungen. In schnellen Kurven kam die Konkurrenz bisher immer am nächsten dran. Siehe Ferrari im ersten Sektor in Barcelona. Und genau beim Fahrwerk liegt auch der große Unterschied zu den Kundenteams von Mercedes.

Ferrari hat das Problem, dass sie wahrscheinlich in Sachen Fahrwerk jahrelang auf dem Holzweg waren und erst vor dieser Saison auf eine Pushrod Aufhängung gewechselt haben. Daher liegt die Vermutung nahe, dass Ferrari in Sachen Fahrwerk sehr viel aufzuholen hat. Das zeigt auch der letzte Sektor in Barcelona. Ferrari sagt zwar immer, dass sie gerade in Sachen Motorleistung aufholen müssen, aber Red Bull zeigt wie es mit einem schwächeren Triebwerk geht.

PeterSchlosser 18. Mai 2016, 10:10 Uhr
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