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Renault-Motorenchef Rob White

"Liegen einige Wochen hinter dem Zeitplan"

Rob White - Adrian Newey - Formel 1 - Test - 2014 Foto: Renault 17 Bilder

Bei Renault brennt der Baum. Die Probleme vom Jerez-Test konnten in Bahrain nicht annähernd aufgeholt werden. Motorenchef Rob White gibt zu: "Wir liegen einige Wochen hinter dem Zeitplan zurück." Man befinde sich jetzt auf einem Stand, der zur Mitte des Jerez-Tests akzeptabel gewesen wäre.

22.02.2014 Tobias Grüner
Wie sahen die wichtigsten Maßnahmen zwischen Jerez und Bahrain aus?

Wir haben eine Reihe von Änderungen an den Energiespeichern (Batterien) vorgenommen. Dabei musste auch die Hardware modifiziert werden. Das hat uns einige ingenieurstechnische Anstrengungen abverlangt. Wir haben außerdem zwei Updates an der Software der Power Unit-Steuereinheit vorgenommen. Das erste davon wäre eigentlich ein vernünftiger Startpunkt für den Test in Jerez gewesen. Es hat einige Bugs eliminiert, wodurch wir Änderungen an den Mappings und den Kalibrierungen vornehmen konnten. Das hat uns erlaubt die Autos etwas härter ranzunehmen und mehr Kilometer zu sammeln. Mit dem zweiten Software-Update konnten wir der Steuereinheit mehr Funktionen beibringen, wodurch die Leistung gesteigert und die Fahrbarkeit verbessert wurde. Die Systeme der Power Unit waren dadurch besser abgestimmt. Alle Autos haben mit dem ersten Update begonnen und sind dann im Laufe der Woche auf die zweite Version gegangen.

Wie ist der Test diese Woche gelaufen?

Es gab einige Rückschläge aber wir haben definitiv Verbesserungen gesehen und sind einige Schritte nach vorne gekommen. Die Änderungen haben das Verhalten der Power Unit im Auto verbessert und wir konnten wertvolle Kilometer sammeln. Es gab einige längere Standzeiten, teils durch uns verursacht teils durch Probleme auf der Chassis-Seite. Aber wir haben einige wichtige Fehlerquellen ausgeschaltet, wodurch die Teams wertvolle Erfahrung mit den neuen Autos sammeln konnten. Wir mussten leider erfahren, dass kleine Vorfälle zu längeren Ausfällen führen können, die nur schwer oder unmöglich aufzuholen sind. Vor allem am letzten Testtag haben wir mehr Testzeit verloren, als wir erwartet haben. Wir sind zwar von der Handhabung und der Leistung noch nicht auf dem gewünschten Level, aber wir haben jetzt eine solidere Basis, mit der wir arbeiten können. Es geht in die richtige Richtung.

Kann man schon sagen, dass wieder alles nach Plan läuft?

Wir sind bei der Leistung und dem Einsatz der Power Unit im Auto vorangekommen und befinden uns nun in einer Situation, die Mitte des Jerez-Tests akzeptabel gewesen wäre. Wir haben einige Probleme gelöst, dafür sind andere aufgetaucht. Wir liegen noch nicht wieder im Zeitplan, aber wir bewegen uns in die richtige Richtung. Die Kilometer auf der Strecke sind dabei sehr wertvoll. Die Herausforderung besteht nun, das Tempo der Fortschritte zu erhöhen, weil wir immer noch sehr weit von dem weg sind, wo wir zu diesem Zeitpunkt eigentlich sein wollten. Wir liegen einige Wochen zurück und wir müssen anerkennen, dass es Zeit dauert, bis wir der Power Unit die volle Leistung entlocken können. Wir haben aber weiter Vertrauen in unsere Power Unit und die Nebenaggregate. Wir sind einfach noch nicht auf dem Level, auf dem wir gerne sein würden. Der frühe Entwicklungsstand der Power Unit kombiniert mit der verlorenen Zeit bedeutet, dass auch die Arbeiten am Chassis hinter dem Plan zurückliegen. Wir müssen jetzt schnell eine steile Lernkurve hinlegen.

Wie sehen die Pläne für die Zeit zwischen den Bahrain-Tests aus?

Ende nächster Woche geht es in Bahrain ja schon weiter. Die Deadline für die Homologation naht. Die Rennmotoren für den Saisonauftakt in Melbourne sind bereits in einem frühen Produktionsstadium. Da haben wir momentan viel zu tun. Das Team in Viry-Chatillon arbeitet Tag und Nacht an der Lösung der Probleme. Die Zusammenarbeit mit unseren Teams ist enger als jemals zuvor. Die Entwicklungsgeschwindigkeit außerhalb der Rennstrecke ist extrem hoch. Dass wir schnell funktionierende Lösungen bringen und testen können, zeigt die Verlässlichkeit unserer Mannschaft. Wir haben nun eine Liste an Problemen von diesem Test, die wir angehen werden. Da gibt es sicher einige Prioritäten, um die wichtigsten Probleme als erstes auszusortieren. Wir werden beim nächsten Test stärker zurückkommen, weiter lernen und uns auf Melbourne vorbereiten.

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