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Renault muss liefern

Red Bull bleibt mit Renault in Formel 1

Red Bull Renault - GP Belgien 2015 Foto: Red Bull 17 Bilder

Red Bull wird auch 2016 in der Formel 1 fahren. Mit dem gleichen Motorenpartner. Renault muss liefern, auch wenn Renault aus der Formel 1 aussteigt. Weil offenbar der alte Vertrag nie richtig gekündigt wurde. Die Motorenabteilung in Viry plant eine völlig neue Antriebseinheit.

14.11.2015 Michael Schmidt

Es ist eine Geschichte, die kann nur die Formel 1 liefern. Red Bull will sich von Renault trennen, findet aber keinen Ersatz. Jetzt ist der Rennstall aus Milton Keynes wieder bei Renault gelandet. Kurios: Der ungeliebte Motorenpartner muss auch dann liefern, wenn Konzernchef Carlos Ghosn die Kaufoption bei Lotus nicht einlöst und Renault damit offiziell die Formel 1 verlassen würde. Offenbar weil die Ehe mit Red Bull juristisch nie richtig gekündigt wurde. Sie endet erst 2016. Außer bösen Worten und Absichtserklärungen gibt es nichts Belastbares.

Billig-Motor als Rettung

Eigentlich wollte Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz nur noch in der Formel 1 bleiben, wenn er einen konkurrenzfähigen Motor bekommt. Doch Mercedes und Ferrari zeigten ihm die kalte Schulter. Damit standen die Zeichen auf Ausstieg. Bernie Ecclestone und Jean Todt retteten die Situation damit, dass sie den Billig-Motor aus dem Hut zauberten. "Das war die Bedingung dafür, dass Red Bull in der Formel 1 bleibt", bestätigte Teamberater Helmut Marko.

Red Bull will auch dann am Billig-Motor für 2017 festhalten, wenn die Formkurve bei Renault nächstes Jahr bergauf zeigt. Das könnte durchaus sein. Die Sportabteilung in Viry-Chatillon wurde komplett auf den Kopf gestellt, sämtliche Strukturen geändert, neue Leute an die Spitze gebracht. Um Fakten für die Entscheidung von Ghosn zu schaffen.

Ex-Mercedes-Motorenchef bei Renault

In Interlagos lief der frühere Mercedes-Motorenchef Axel Wendorff in Renault-Dienstkleidung durch das Fahrerlager. Er gehört seit September zum Beraterstab. Wendorff arbeitete zwischenzeitlich bei McLaren als Leiter der Motorenabteilung. Gerüchte sagen, dass der Deutsche zusammen mit Remi Taffin der neue starke Mann in Viry werden könnte.

Der Motor für 2016 soll völlig neu sein. Die jüngste Regeländerung gibt Renault mit 32 Token und der Freigabe aller verbotenen Entwicklungsbereiche den nötigen Spielraum dazu. Renault hat vor allem mit dem Verbrennungsmotor und dem Turbolader Probleme. Der elektrische Teil ist gesund. Da steckt auch viel Knowhow von Red Bull mit drin. Der Motor im Red Bull soll keinen Namen tragen. Spekulationen, er könnte Infiniti heißen, sind aus der Luft gegriffen. Infniti ist nächstes Jahr nicht mehr bei Red Bull an Bord.

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