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Renault-Pilot Nick Heidfeld

Weniger Probleme mit Renault-KERS

Formel 1-Test Barcelona 2011 Foto: xpb 72 Bilder

Nick Heidfeld ist mit den ersten Testtagen für Renault zufrieden. Allerdings erlebte der 33-Jährige in Barcelona eine Überraschung. Das Auto fühlt sich plötzlich anders an als in Jerez. Auch zu KERS hatte der Deutsche Interessantes zu erzählen.

19.02.2011 Tobias Grüner

Nick Heidfeld gehört mit 172 Grand Prix-Starts zu den erfahrenen Piloten im Feld. Dennoch erlebt auch der Routinier immer wieder Überraschungen. Sein Renault änderte plötzlich den Charakter. "Es fühlte sich anders an als in Jerez. Warum, müssen wir noch herausfinden. Die Strecke ist anders. Die Bedingungen sind anders. Wir können es aber noch nicht genau sagen", zuckte der Deutsche mit den Schultern.

Heidfeld fehlen noch Longruns

Solche Überraschungen will Heidfeld in der Saison wenn möglich vermeiden. Deshalb ist jeder Testkilometer wertvoll. Am Samstag kam der Renault-Pilot aber nur zweieinhalb Stunden zum Fahren. "Eigentlich sollten es drei sein, aber dann kam noch ein kleines Technik-Problem dazwischen." Heidfeld beklagt sich aber nicht, über die wenigen verbliebenen Tage. "Damit muss jedes Team klarkommen. Es geht einfach darum, die Zeit am Effektivsten zu nutzen."

Nur ein Team verspüre diesen Druck nicht, so Heidfeld. "Red Bull ist für mich klar das schnellste Auto. Denen kann es egal sein." Wo sein Renault steht, weiß der Pilot selbst noch nicht. "Wir haben ja noch keine Longruns gefahren. Ich muss erst einmal sehen, wie sich die Reifen über mehrere Runden verhalten. Aber ich bin sicher, dass noch viel Potenzial im Auto steckt."

Gute Erfolgsquote bei der Entwicklung

Bisher ist Heidfeld mit der Weiterentwicklung zufrieden. Die Änderungen gehen zum Großteil in die richtige Richtung. "In Jerez lag meine Erfolgsquote bei 100 Prozent. Hier in Barcelona hat nicht ganz alles geklappt. Aber man versucht auch mal Dinge, bei denen man vorher nicht weiß was passiert, nur um zu sehen, wie das Auto reagiert."

Zufrieden ist Heidfeld nicht. Das sei aber auch kein Wunder. "Man hat nie ein Auto, das man komplett mag. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Aber das Auto ist auch nicht unfahrbar." Glücklich ist der Mönchengladbacher mit dem Renault-KERS. Das überrascht. Bei BMW gehörte der Routinier bekanntermaßen nicht zu den Verfechtern. "Da hatte ich viele Probleme mit den Auswirkungen auf die Bremse. Hier funktioniert das bisher einwandfrei."

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