Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Renault plant auch 2009 mit Alonso

Foto: Daniel Reinhard 56 Bilder

Mit dem Sieg in Singapur hat die Kombination Renault und Alonso wieder einmal alle überrascht. Das französische Team konnte durch den neuen Erfolg gute Argumente für den Verbleib des Weltmeisters sammeln.

29.09.2008 Michael Schmidt

Fernando Alonso gewann in Singapur seinen 20. Grand Prix. Es war der erste Sieg seit Monza 2007, damals auf McLaren. Renault musste noch länger warten. Der letzte Erfolg datiert vom Oktober 2006. Alonso gewann damals in Shanghai. Die Sternstunde von Singapur kam unerwartet. Wer denkt schon, dass er gewinnt, wenn er vom 15. Startplatz aus ins Rennen geht.

"Ohne das defekte Sicherheitsventil in der Benzinleitung wäre Fernando auf den fünften Startplatz gefahren", ist sich Chefingenieur Pat Symonds sicher. Das zeigt: Der Spanier hatte den Speed. Das unterstreicht auch die drittschnellste Rennrunde hinter den Ferrari von Räikkönen und Massa.

Vertrag noch nicht unterschrieben

Man sollte meinen, dass der Sieg Alonso genug Argumente in die Hand spielt, bei Renault zu bleiben. Doch der Ex-Weltmeister blockt ab. "Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Da gibt es keinen Automatismus. Ich habe immer gesagt, dass Renault bei meiner Zukunftsplanung Priorität hat, aber ich habe noch nicht unterschrieben." Teamchef Flavio Briatore dagegen ist sicher, dass sein Schützling bleibt. Und wenn es nur wegen der emotionalen Komponente ist. "In diesem Team fühle ich mich zuhause", sagt Alonso.

Der Champion von 2005 und 2006 hatte von Renault Beweise verlangt, dass sie im Duell mit Toyota um Platz vier alte Qualitäten anklingen lassen, die diesen Rennstall einmal zur Weltmeistertruppe gemacht haben. Singapur lieferte einen ersten Beweis. Da lobte selbst Alonso: "Das Team hatte einen neuen Frontflügel dabei. Zu so einem späten Zeitpunkt der Saison ist das eine große Leistung, weil sich alle Räder eigentlich schon für 2009 drehen."

Auch das Urgestein Pat Symonds glaubt, dass Renaults Starpilot an Bord bleibt. "Wir wissen, wie man Rennen gewinnt. Sollte Fernando je den Glauben daran verloren haben, dann haben wir es ihm heute wieder gezeigt." Der grauhaarige Ingenieur spielte in Singapur die Karte Alles oder Nichts: "Vom 15. Startplatz aus kannst du nur volles Risiko gehen. Wir mussten die weichen Reifen so schnell wie möglich losbringen, weil wir damit große Probleme hatte." 

Taktikwechsel bringt den Erfolg

Alonso meldete schon nach wenigen Runden über Funk, dass die Hinterreifen stark körnten. Eigentlich wurde der Spanier mit einer Dreistoppstrategie ins Rennen geschickt, doch als er im Mittelfeld fest hing, polte Renault auf zwei Stopps um. "Wir wollten ihn früh aus dem Pulk holen, ihm viel Sprit mitgeben, dass er am Ende des Rennens freie Fahrt hat und Tempo machen kann", erklärte Symonds.

Dass Teamkollege Nelsinho Piquet zwei Runden nach Alonsos Stopp crashte, war eine glückliche Fügung. Wer von Absicht sprach, dem erwiderte Alonso: "Mit der aktuellen Safety-Car-Regel lässt sich nichts planen. Mich hätte es immer noch mit der zweiten Safety-Car-Phase kalt erwischen können. Wäre sie ein paar Runden früher gekommen, kurz vor meinem zweiten Stopp, wäre ich ans Ende des Feldes zurückgefallen."

Umfrage
Bei welchem Team steht Alonso 2008 unter Vertrag?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden