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Renault-Problem

Energiespeicher müssen modifiziert werden

Red Bull-Renault - Jerez - 2014 Foto: xpb 149 Bilder

Am zweiten Testtag von Jerez sind die Renault-Teams Red Bull, Toro Rosso und Caterham insgesamt nur 19 Runden weit gekommen. Alle 3 wurden vom gleichen Problem eingebremst. Über Nacht will Renault die Autos wieder zum Laufen bringen.

29.01.2014 Tobias Grüner

So viel Andrang herrschte noch nie vor dem Ingenieurs-Truck von Renault. Die Motorenhersteller spielen normalerweise nur die Nebenrolle im großen Formel 1-Zirkus. Doch am Mittwoch (29.1.2014) musste der leitende Streckeningenieur Remi Taffin auf die ganz große Bühne – allerdings nicht ganz freiwillig.

Die 3 Teams, die mit den neuen V6-Turbo-Motoren der Franzosen ausgerüstet sind, kamen an den ersten beiden Testtagen kaum zum Fahren. Toro Rosso verzichtete am zweiten Tag komplett auf einen Einsatz. Red Bull kam auf 8 Runden, Caterham fuhr immerhin 11. Kein Vergleich mit den 97 Umläufen, die der Mercedes abgespult hat.

Renault-Fehler hält Autos in der Garage

Alle 3 Teams wurden vom gleichen Fehler in der Antriebseinheit eingebremst. "Wir haben das Problem genau identifiziert. Leider konnten wir es für heute früh nicht beheben", entschuldigte sich Taffin vor der Presse. "Wir haben deshalb von unserer Seite alles dafür getan, dass es morgen gelöst ist und die Autos pünktlich um 9 Uhr auf die Strecke gehen können. Ich bin zuversichtlich, dass wir alle 3 Autos im Einsatz sehen werden."

Wo genau der Wurm in den komplizierten Power Units steckte, wollte der Ingenieur nicht verraten: "Eine Antriebseinheit ist aus vielen Komponenten zusammengebaut. Hier geht es nicht darum, dass eine einzelne nicht funktioniert sondern mehr darum, wie die Bausteine zusammengefügt sind. Wir haben ein Problem damit, wie die Energie gespeichert wird. Mehr möchte ich nicht ins Detail gehen."
 
Offenbar geht es um die Steuerung der Energieflüsse. Jetzt müssen die verschiedenen Speicherelemente ausgebaut, modifiziert und wieder eingebaut werden. "Wir haben die Teile, wir haben die Leute und wir haben die Mittel, um die Maßnahmen hier durchzuführen. Aber es braucht etwas Zeit. Das ist Hochtechnologie. Deshalb müssen wir vorsichtig sein. Ich bin aber zufrieden mit der Lösung, die wir gefunden haben", so Taffin.

Autos unterschiedlich stark betroffen

Caterham war nicht ganz so schlimm von dem Problem betroffen wie die beiden Red Bull-Teams. Das lag offenbar an der Anordnung der Teile im Heck. "Die Empfindlichkeit im Zusammenspiel ist unterschiedlich, je nachdem wie die Komponenten zusammengestellt sind. Die Reparatur dauert auch je nach Auto unterschiedlich lange", so Taffin.
 
Bei der kompakten Bauweise des Red Bull-Hecks dürfte es wohl überdurchschnittlich schwierig werden. Konstrukteur Adrian Newey kennt bekanntlich keinen Sicherheitsspielraum. Immerhin muss der Stardesigner keine Änderungen am Auto vornehmen. Die Modifikationen sind auf die Antriebseinheit beschränkt.
 
Taffin gibt zu, dass man mit Problemen zum Start der Testsaison gerechnet hat. Solch ein Ausmaß kam aber auch für Renault überraschend. Neben den Teilen für die schnelle Reparatur sollen nun weitere Bausteine aus dem Hauptquartier in Viry-Chatillon eingeflogen werden – man will auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.

Renault von Ausmaß des Problems überrascht

Das nun aufgetretene Problem war laut Taffin vorher auf dem Prüfstand nicht aufgetreten. "Wir fahren ja nicht aus Spaß auf der Strecke. Im Einsatz bemerkt man immer Sachen, die man auf dem Prüfstand nicht simulieren kann", erklärte der Franzose.
 
Neben dem Fehler im Hybrid-System scheint Red Bull auch noch mit anderen Problemen zu kämpfen. Nach der kurzen Ausfahrt steig aus dem Heck von Sebastian Vettel Rauch auf. "Damit haben wir nichts zu tun", erklärte Taffin. "Da müssen Sie meine Kollegen von Red Bull fragen."

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