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Renault R26

Der Titelverteidiger?

Foto: Renault 6 Bilder

Der Renault R26 soll auch 2006 die WM nach Frankreich holen. Die Technikabteilung um Designer Bob Bell setzte bei der Neukonstruktion in weiten Teilen auf Altbewährtes. Das neue Auto ist eine Evolution des Vorgängers.

31.01.2006 Markus Stier

"Ich bin zuversichtlich, dass wir auch 2006 den Titel holen können" sagte Weltmeister Fernando Alonso bei der Präsentation des Renault R26 in Monte Carlo. Um die WM zu verteidigen setzt die Technikabteilung auf eine Kombination von Bewährtem und interessanten neuen Details.

Das Chassis ähnelt stark dem WM-Sieger R25. Die Nase ist nahezu identisch. Wie zuvor setzt man bei der Aufhängung auf einen V-Kiel, eine Lösung, die sonst nur noch Red Bull favorisiert. Die Seitenkästen sind gegenüber der Konkurrenz eher voluminös. Der neue V8 benötige zwar prinzipiell weniger Kühllung, andererseits werde mehr mit Vollast gefahren, erläutert ein Ingenieur.

Außergewöhnlicher Heckflügel

Die Abluft wird über riesige Kamine abgeleitet. Markante Zusatzflügel auf den Seitenkästen leiten die Luft zum Heckflügel. Das hintere Leitwerk ist an der Unterseite aufwärts gekrümmt und wird durch eine zusätzliche Mittelstütze gehalten, kein anderer Formel 1 der 2006er Generation ist so gebaut.

Der Radstand blieb trotz kürzerem Motor nahezu gleich. Der Tank ist nun flacher und länger, was den Schwerpunkt absenkt. Wie 2005 können die Techniker je nach Rennen zwischen zwei verschiedenen Tankgrößen wählen. In jedem Fall sind die Tankvarianten geschrumpft, denn die Motornmänner verraten, dass der Renault-V8 gegenüber dem alten V10 mit 20 Prozent weniger Sprit auskommt.

Komplettes Neuland beim Motor

Das Herzstück - der V8-Motor - lief seit August 2005 auf dem Prüfstand. Es ist der erste Achtzylinder-Rennmotor von Renault und der erste Saugmotor der Franzosen, der einen Bankwinkel von 90 Grad besitzt.

Durch den geringeren Hubraum sank das Drehmoment und das nutzbare Drehzahlband. Die Ingenieure reagierten mit einem Siebenganggetriebe, wie es die Gegner schon länger verwenden. Renault kam bisher immer mit sechs Fahrstufen aus.

Teamchef Briatore sparte sich den Bau eines Interims-Autos. Das Triebwerk hat ebenso wie das Chassis erst zwei Testwochen mit 2.720 Kilometern hinter sich. Diese verliefen allerdings äußerst erfolgreich. Der R26 ist - auch dank neuer Michelin-Reifen - bei den Dauerläufen wieder das schnellste Auto.

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