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Renault-Skandal

Briatore und Symonds klagen gegen F1-Sperre

Symonds & Briatore Foto: Renault F1 34 Bilder

Nach Ex-Renault-Teamchef Flavio Briatore will auch der frühere Chefingenieur Pat Symonds gegen seine langjährige Formel-1-Sperre vor Gericht ziehen. Der Fall wird am 24. November vor einem Pariser Gericht verhandelt.

12.11.2009

Pat Symonds werde sich Briatores Klage gegen den Automobil-Weltverband FIA anschließen, berichtete die Londoner Tageszeitung "The Guardian" am Donnerstag (12.11.). Beide waren von der FIA als Drahtzieher des fingierten Unfalls des Ex-Renault-Piloten Nelson Piquet Jr. beim Singapur-Rennen 2008 verurteilt worden. Briatore wurde im September für unbefristete Zeit aus allen Motorsport-Serien verbannt, Symonds für fünf Jahre ausgeschlossen.

Briatores Klage soll am 24. November vor einem Pariser Gericht verhandelt werden. Der schillernde Italiener verlange neben der Aufhebung der Sperre auch einen Schadenersatz von mindestens einer Million Euro, hieß es. Dies gehe aus der Klageschrift hervor. Demnach wirft Briatore dem Welt-Motorsportrat der FIA unter Vorsitz des damaligen Verbandschefs Max Mosley vor, er sei "von einem maßlosen Verlangen nach persönlicher Rache geblendet" gewesen.

Die FIA wies die Vorwürfe am Donnerstagabend entrüstet zurück und verurteilte die Veröffentlichung von Auszügen aus den Gerichtsakten. Der Verband versicherte erneut, dass die Entscheidung gegen Briatore vom Weltrat mit großer Mehrheit getroffen worden sei. Weitere Kommentare zur Sache seien vor der Verhandlung der Pariser Richter nicht angebracht, mahnte die FIA.

Ecclestone im Interessenskonflikt

Briatore griff auch Formel-1-Chef Bernie Ecclestone an, der ebenfalls Mitglied des Weltrats ist. Der Brite habe als Mitvermarkter der Rechte ein Interesse daran gehabt, dass Renault keine schwere Strafe erhalte und weiter in der Königsklasse fahre. Der französische Rennstall war lediglich zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden, während den früheren Teamchef die volle Härte der FIA traf.

Briatores Anwälte argumentieren, die unbefristete Sperre widerspreche europäischem Recht. Zudem habe FIA-Präsident Mosley seinerzeit zunächst selbst die Ermittlungen in der Affäre angestoßen und dann deren Ergebnisse an das von ihm geleitete World Council weitergereicht. Er habe damit widerrechtlich die Rolle als "Beschwerdeführer, Ermittler, Ankläger und Richter" auf sich vereint.

Briatore bleibt weiter bei seiner Version

Briatore hatte im "Crashgate-Skandal" stets seine Unschuld beteuert und von einem Komplott gegen ihn gesprochen. Symonds hingegen erklärte, Piquet Jr. habe die Idee für den manipulierten Unfall bei dem Nachtrennen gehabt. Der brasilianische Rennfahrer kam als Kronzeuge straffrei davon.

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