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Renault spielt auf Zeit

Glock und Red Bull warten auf Entscheidung

Renault F1 Foto: Renault F1 33 Bilder

Renault will Zeit gewinnen und hat seine Entscheidung über das Formel 1-Programm erst einmal vertagt. Dabei warten gleich mehrere Parteien auf eine schnelle Entscheidung aus Paris. Red Bull will Motoren, Timo Glock ein Cockpit.

09.11.2009 Tobias Grüner

Die Ausstiegsgerüchte rund um Renault wollen einfach nicht verstummen. "Wir werden unsere Entscheidung über die Teilnahme in der Formel 1 bis zum Jahresende bekannt geben", wurde Konzernchef Carlos Ghosn vergangene Woche in französischen Medien zitiert. Ein klares Bekenntnis zur Königsklasse sieht anders aus.

Kubica und Glock in Wartestellung

Renault versucht Zeit zu gewinnen. Dabei warten viele in der Formel 1 auf eine rasche Entscheidung. Die Verpflichtung von Robert Kubica wurde vorschnell bekanntgegeben. Auch mit Timo Glock war man sich im Prinzip einig. Ohne den Namen zu nennen ging der Deutsche in Abu Dhabi noch davon aus, dass sein neues Team den Transfer innerhalb kurzer Zeit publik macht.

Doch auch eine Woche nach dem Saisonfinale gibt es aus Paris nur Schweigen zum zweiten Piloten. Wenn Renault weiter wartet, ist Glock weg. Mit Manor GP stünde bereits ein neues Team bereit, das den 27-Jährigen gerne unter Vertrag nehmen würde.

Überdenkt Red Bull seine Entscheidung noch einmal?

Auch die Motorenversorgung steht auf dem Spiel. Sollte sich Renault wie schon BMW und Toyota komplett zurückziehen, müsste sich Red Bull einen neues Triebwerk besorgen. Eigentlich wollte der Rennstall von Sebastian Vettel Renault als neuen alten Motorenlieferanten schon in der vergangenen Woche verkünden. Doch irgendwas scheint die ganze Sache zu verzögern.

Renault hat schon im Sommer Kontakt zu Mario Ilien aufgenommen. Der Schweizer, der lange Zeit für Mercedes Formel 1-Motoren gebaut hat, könnte die Triebwerksfertigung bei einem Ausstieg übernehmen. Allerdings muss es dann noch Kunden in der Formel 1 geben. Wenn Renault weiter zögert, könnte es gut sein, dass Red Bull seine Entscheidung noch einmal überdenkt und doch noch zu Cosworth oder Mercedes wechselt.

Mercedes will Mitte November den Übernahme-Deal mit Brawn GP bekannt geben. Das könnte für Red Bull neue Möglichkeiten eröffnen. Noch blockiert McLaren per Veto die Motorenlieferung. Das britische Team besitzt einen Exklusiv-Vertrag. Als Plan B steht auch immer noch Cosworth bereit. Red Bull-Designer Adrian Newey will eine schnelle Entscheidung, um endlich Klarheit für die Konstruktion des 2010er Boliden zu haben.

Investor steht bereit

Schon im Fahrerlager von Abu Dhabi gab es Gerüchte, dass Renault sein Formel 1-Engagement noch einmal überdenkt. Die Luxemburger Investmentfirma Mangrove Capitals mit ihrem Chef Gerard Lopez sucht schon seit geraumer Zeit nach einem Formel 1-Team. Lopez soll sein Glück bereits bei BMW-Sauber und Lotus probiert haben. Im Fahrerlager erzählt man sich, das Lopez auch mit Renault gesprochen hat, allerdings vorerst abgeblitzt ist. Er wolle aber am Ball bleiben, heißt es.

Da BMW-Sauber und Qadbak nach dem Toyota-Rückzug beste Aussichten auf den 13. Startplatz besitzen, ist Renault die letzte Möglichkeit für den umtriebigen Investor. Lopez kann dabei auf die Unterstützung seines Freundes Bernie Ecclestone zählen. Es wäre sicher auch im Sinne des Formel 1-Bosses, wenn das Team nicht komplett geschlossen würde.

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