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Renault-Strafe

Renault will in Berufung gehen

GP Ungarn 2009 Foto: dpa 51 Bilder

Kurz vor Torschluss trudelte bei der FIA die Nachricht von Renault ein. Der Rennstall geht gegen das Urteil der Sportkommissare von GP Ungarn in Berufung. Demnach sollte Renault für den GP Europa am 23. August in Valencia gesperrt werden.

29.07.2009

Renault bestätigte die Absicht gegen das Urteil der Sportkommissare vom letzten Sonntag in Berufung zu gehen. Das Team aus Enstone hat nun noch bis zum Sonntag Zeit, bei der FIA eine Begründung einzureichen, warum man den Ausschluss von GP Europa am 23. August in Valencia anfechten will.

Alonso wurder im Unklaren gelassen

Die Sportkommissare sprachen die drakonische Strafe aus, weil es Renault ihrer Meinung nach versäumt hatte, ihren Fahrer Fernando Alonso davor zu warnen, dass beim Boxenstopp das rechte Vorderrad nicht ordnungsgemäß angezogen und gesichert war. Nach Abhören der Funksprüche wurde der Fahrer auch dann im Unklaren gelassen, als er nach dem Verlassen der Box von einem möglichen Reifenschaden berichtete. Die Radkappe und Radmutter des Renault R29 hatte sich bereits in Kurve 5 gelöst, das Rad selbst erst in Kurve 9.

Wie Filmaufnahmen beweisen stand direkt hinter der Leitplanke, an der das herrenlose Rad zum Stehen kam, ein Mann. Aber auch die Fahrer, die auf den langsam fahrenden Alonso aufschlossen, waren in Gefahr. Alonso verlor die Radkappe aus Karbon samt der integrierten Radmutter. Was ein solches Teil auslösen kann hat Felipe Massas Unfall am Tag zuvor auf grausame Weise bestätigt.

Renault muss beweisen, dass man nicht informiert war

Renault wird nun beweisen müssen, dass man nichts von dem Problem am rechten Vorderrad gewusst hat. Das Rad war für den Kommandostand verdeckt, da es sich auf der Boxenmauer abgewandten Seite befand. Es wäre jedoch die Pflicht des Mannes, der den Sicherungsstift zieht, gewesen, die Ingenieure an der Boxenmauer über das Problem zu unterrichten. Das geschieht in aller Regel über Funk. Die Funksprüche werden aufgezeichnet. Renault muss sie auf Anfrage bei der FIA abliefern. Für den Ausgang des Prozesses wird diese Aufzeichnung das entscheidende Beweismittel sein.

Über die Höhe der Strafe könnte auch noch diskutiert werden. Selbst wenn Renault die Strafe verdient hat, würde man mit der Sperre auch Fernando Alonso strafen. Und der hat nachweislich nichts von der losen Radmutter gewusst. Vielleicht kommt es deshalb zu einer Abschwächung der Bestrafung. Zum Beispiel: Renault kassiert keine Punkte für den Konstrukteurspokal, Alonso dagegen schon.

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