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Renault Teamchef Eric Boullier

"Wir kannten das Risiko, Robert auch"

Eric Boullier Foto: xpb 12 Bilder

Nach Auskunft von Renault-Teamchef Eric Boullier ist Robert Kubica mittlerweile aus dem künstlichen Koma erwacht. Der Franzose erwartet, dass sein Fahrer mehrere Monate ausfällt. "Wir haben schon damit begonnen, einen Notfallplan auszuarbeiten", erklärte Boullier.

07.02.2011 Tobias Grüner

Gute Nachrichten von Robert Kubica. Der polnische Formel 1-Pilot ist nach seinem Rallye-Unfall wieder aus dem künstlichen Koma erwacht. "Er kommuniziert mit den Ärzten", erklärte Renault-Teamchef Eric Boullier in einem BBC-Radiointerview. Auch mit seinen Verwandten hat der Pole bereits gesprochen und konnte dabei sogar seine Finger bewegen. Alle seien zufrieden mit dem Verlauf nach der Operation. Schwellungen und Infektionen im Unterarm wurde zum Glück nicht festgestellt.

Kubica droht erneute Operation

In einer siebenstündigen Operation hatten zwei Ärzteteams am Sonntagabend die schweren Verletzungen am rechten Arm und am Bein versorgt. Die zunächst geäußerte Sorge, Kubica könnte die Hand verlieren, konnte damit verhindert werden. "Die Ärzte gehen immer vom Schlimmsten aus", erklärte Boullier die möglichen Folgen des Crashs.

Nachdem Kubica am Morgen kurz aufgewacht war, wurde er mit Beruhigungsmedikamenten wieder zum Einschlafen gebracht. 24 Stunden soll der F1-Pilot mindestens ruhen. In der Zwischenzeit wollen die Ärzte darüber beraten, wie die Ellbogen- und Schulter-Frakturen behandelt werden. Kubica muss wohl noch einmal operiert werden, allerdings nicht in den nächsten Tagen.

Rallye-Start mit Renault abgestimmt

Die Frage bleibt, warum Kubica an der relativ unbekannten Rallye "Ronde di Andora" teilgenommen habe. "Das ist eine gute Frage", zögerte Boullier und erklärte dann: "Robert ist ein echter Racer. Er liebt es Rennen zu fahren - in allem, was vier Räder hat, egal ob Rallye, Formel 1 oder Go-Kart. Er verbringt kaum einen Tag, ohne in einem Renn-Irgendwas zu sitzen."

Nach Angaben des Franzosen war der Start vorher mit dem Team abgestimmt. "Wir haben dem Renneinsatz zugestimmt. Es ist ein Teil seiner privaten Balance. Wir kannten das Risikio. Robert auch. Aber wir haben das gemeinsam abgestimmt."

Nach der Verletzung ist noch nicht klar, wie lange Renault auf die Dienste des Krakauers verzichten muss. "Er wird definitiv ein paar Monate ausfallen", befürchtet Boullier. "Ich erwarte, dass die Heilung schneller als ein Jahr geht. Momentan ist aber noch zu früh, genaue Prognosen zu treffen."
 
Wer die Renault-Nummer 1 ersetzen wird, steht scheinbar noch nicht fest. Allerdings sucht die Teamleitung bereits nach einer Lösung. "Wir haben bereits damit begonnen, einen Notfall-Plan auszuarbeiten", erklärte Boullier.

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