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Renault unterschreibt Absichtserklärung

Lotus 2016 mit Renault-Motoren

Renault Foto: xpb 36 Bilder

Der erste Schritt ist getan. Was auto motor und sport bereits vor dem GP Japan vermeldete, hat Renault am Montag (28.9.2015) bestätigt. Die Franzosen haben eine Absichtserklärung unterschrieben, Lotus zu übernehmen. Jetzt geht es an die Detailarbeit. Es wird vermutlich noch sechs Wochen dauern, bis das Projekt steht. Alain Prost soll wie Niki Lauda den Außenminister spielen. Ohne Firmenanteile.

28.09.2015 Michael Schmidt

In Japan spülten Romain Grosjean und Pastor Maldonado mit den Rängen sieben und acht insgesamt zehn Punkte aufs Lotus-Konto. Aller Voraussicht nach wird auch die knappe Kasse des Teams bald prall gefüllt sein. Nachdem Renault eine Kaufoption unterzeichnet hat, gibt es in Enstone wieder eine Perspektive. Bis die Übernahme endgültig unter Dach und Fach ist und das Projekt in allen Einzelheiten steht, werden noch 6 Wochen vergehen. Und ein bisschen Zittern ist auch noch dabei. Den Knopf für grünes Licht trifft am Ende Konzernchef Carlos Ghosn. Und der wird nur zustimmen, wenn alle Bedingungen für Renault erfüllt sind.

Ghosn besteht auf Renault-Motoren

Zum Beispiel der Status des Rennstalls. Bernie Ecclestone hat Ghosn offenbar versichert, dass Renault ein privilegiertes Team wird. Das ist aber wegen des laufenden Concorde Abkommens erst 2021 möglich.

Deshalb wurde Gerüchten zufolge folgender Deal ausgehandelt: Renault verpflichtet sich für 9 Jahre in der Formel 1 und bekommt als erster Zeichner des nächsten Finanzvertrages höhere Bonuszahlungen als dem Weltmeister-Team von 2005 und 2006 eigentlich zustehen würden. Ausgeschüttet wird erstmals mit Beginn eines neuen Abkommens, und dann gleich rückwirkend bis 2017.

Zwei Entscheidungen fielen bereits in Singapur: Pastor Maldonados Vertrag wurde um ein Jahr verlängert. Und das neue Auto wird mit einem Renault-Motor bestückt. Das hatte Ghosn in französischen Medien gefordert. Die Ingenieure um Nick Chester haben jetzt viel zu tun. Das 2016er Modell war wegen der unsicheren Lage zunächst für einen Mercedes-Motor konzipiert worden. Die Einbaudaten sind jedoch grundverschieden. Der Renault V6 verlangt ein neues Chassis, neues Getriebe und ein anderes Kühler-Layout.

Beteiligung von Prost nie geplant

Noch nicht entschieden ist, wer das Team führen soll. Alain Prost wird es nicht sein. Das bestätigte der vierfache Weltmeister auf Anfrage von auto motor und sport. Der Posten des Teamchefs komme für ihn nicht in Frage. Prost soll in dem Projekt die Rolle von Niki Lauda bei Mercedes übernehmen. Der Mann für die große Politik. Und das Bindeglied zwischen Rennstall und Konzernspitze.

Prost verriet auch, dass er keine Anteile übernimmt. "Es war nie so geplant. Ich habe Renault auch nie nach Anteilen gefragt." Frankreichs Rennfahrer-Legende rät den Ball flach zu halten: "Es macht keinen Sinn über eine Sache zu reden, bevor sie nicht hundertprozentig abgesegnet ist."

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