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Renault-Upgrade

Nur Heidfeld mit neuem Auspuff

Renault Box GP England 2011 Foto: Renault 26 Bilder

Nick Heidfeld spielt am Nürburgring das Versuchskaninchen. Der Deutsche wird am Freitag mit einem Renault R31 ins Training gehen, bei dem der Auspuff nach Red Bull-Vorbild vor den Hinterrädern mündet. Teamkollege Vitaly Petrov fährt weiter mit der alten Lösung.

21.07.2011 Michael Schmidt

Renault fährt am Nürburgring zweigleisig. Nick Heidfeld mit dem neuen, Vitaly Petrov mit dem alten Auspuff. Der Rennstall, der zu Beginn der Testsaison in Valencia mit seinem ungewöhnlichen Auspuff die Sensation war, rüstet auf eine konventionelle Variante zurück. Bei der Urversion des Renault R31 münden die Auspuffrohre am Beginn der Seitenkästen. Die Auspuffgase zielen dabei auf die Kanten des Unterbodens, um diesen gegen seitliche Einströmung zu schützen. So kann die Luft, die von vorne unter das Auto strömt, ungestört Richtung Diffusor fließen.

Neuer Auspuff nach Red Bull-Vorbild

Was zunächst wie ein großer Technikcoup aussah, erwies sich im Saisonverlauf als wenig ausbaufähig. Jede Änderung im Bereich der Endrohre und der Zielrichtung der Auspuffgase war ein Schritt zurück. Beim GP Kanada setzte Renault wieder die Variante ein, mit der man beim Saisonstart in Melbourne gefahren war. Damit nicht genug. Am Nürburgring debütiert ein völlig neues System. Dabei werden die Auspuffgase knapp vor den Hinterrädern Richtung Diffusor geblasen. Red Bull stand Modell.

Für den GP Deutschland ist nur ein Auto damit ausgerüstet. Nick Heidfelds Auto. Erstens kann Renault auf diese Weise Vergleiche mit dem Basismodell anstellen, und zweitens gibt es noch Probleme mit dem Gewicht. Die neue Lösung, die an den Red Bull-Auspuff erinnert, ist deutlich schwerer. Mit Vitaly Petrov an Bord läge man über dem Gewichtslimit von 640 Kilogramm. Der Russe wiegt rund 15 Kilogramm mehr als sein deutscher Kollege.

Auspuff muss für Petrov abspecken

Sollte der neue Auspuff ein Erfolg sein, müssen ihn die Ingenieure abspecken, damit Petrov in Zukunft auch damit fahren kann. Für Heidfeld wird das Freitagstraining ein Experiment. Von den anderen Teams weiß man, dass die Red Bull-Lösung viel Feintuning am Motor und an der Zielrichtung der Auspuffgase verlangt, bis sie Vorteile bringt. Und dann gibt es da noch die Problematik von Hitzeschäden.

Offenbar hat Renault aus Sicherheitsgründen viel von dem hitzedämmenden Pyrosic-Dämmstoff in den Unterboden eingearbeitet. Das würde das Übergewicht erklären. Sollte der erste Einsatz schiefgehen, ist das Wochenende für Heidfeld nicht verloren. Das Auto kann über Nacht auf das alte Auspuffsystem zurückgerüstet werden.

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