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Renault vs. Piquet

Briatore kündigt Strafanzeige an

Foto: Renault F1 56 Bilder

Flavio Briatore holt zum Gegenschlag aus. Der Renault-Teamchef hat nach eigener Aussage ein Strafverfahren gegen Nelson Piquet Senior und Junior in die Wege geleitet. Die Vorwürfe: Falschaussage und versuchte Erpressung.

11.09.2009 Tobias Grüner

Der Singapur-Skandal nimmt immer größere Dimensionen an. Nachdem die Vorwürfe von Nelson Piquet mittlerweile in Einzelheiten bekannt geworden sind, hat sich Renault-Teamchef Flavio Briatore zu einem radikalen Schritt entschieden. Er hat sowohl Nelson Piquet Senior als auch dessen Sohn, Nelson Piquet Junior, in Frankreich gerichtlich angeklagt. Auch in England soll ein Verfahren angestrengt werden.

Piquet hatte zuvor behauptet, er sei von Briatore dazu angestiftet worden, seinen Renault beim Grand Prix von Singapur absichtlich in die Mauer zu lenken, um eine Safety-Car-Phase auszulösen und Teamkollege Fernando Alonso den Sieg zu ermöglichen. Erste Auswertungen der Telemetriedaten stützen die These, dass der Crash absichtlich herbeigeführt wurde. Die Frage ist nun, ob die Teamleitung den Unfall anordnete oder ob Piquet eigenmächtig handelte.

Falschaussage und versuchte Erpressung

Nachdem Piquet im August vor die Tür gesetzt wurde, erzählte der Pilot dem Automobilweltverband FIA seine Version der Geschichte. Laut Briatore soll der Brasilianer zuvor versucht haben, ihn mit den Vorwürfen zu erpressen, um weiter in der Formel 1 fahren zu dürfen. Außer der versuchten Erpressung wirft Briatore seinem Ex-Piloten noch Falschaussage vor.

Eine offizielle Aussage des Teams zu dem Fall steht weiterhin aus. Renault will laut eigener Ankündigung bis zum 21. September schweigen. An diesem Termin ist in Paris eine Anhörung des FIA-Weltrats angesetzt, bei dem alle Beteiligten noch einmal aussagen müssen. Das Ergebnis von Singapur kann nach Aussage von FIA-Präsident Mosley jedoch nicht mehr geändert werden. Sollte Renault überführt werden droht eine heftige Strafe bis hin zum Ausschluss aus der Formel 1-WM.

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