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Renault hält Fahrermarkt auf

Perez bei Force India bestätigt

Sergio Perez - Force India - Formel 1 - GP Malaysia - Freitag - 30.9.2016 Foto: sutton-images.com 50 Bilder

Renault sucht händeringend nach Topfahrern. Der Werksrennstall winkt mit einem Dreijahresvertrag und spricht mit Fahrern, die anderswo unter Vertrag stehen. Die heißesten Kandidaten sind Nico Hülkenberg, Carlos Sainz und Valtteri Bottas.

03.10.2016 Michael Schmidt

Im Augenblick führt Renault ein Mauerblümchen-Dasein. In die Schlagzeilen kommt der Werksrennstall nur, wenn Kevin Magnussen in Spa einen Riesenunfall baut, oder das gelbe Auto in der Boxengasse von Sepang in Flammen steht. In der Konstrukteurs-WM nehmen die Erben des früheren Lotus-Rennstalls mit 8 Punkten Platz 9 ein.

Im nächsten Jahr will Renault durchstarten. Offenbar nicht mehr mit den Fahrern Kevin Magnussen und Jolyon Palmer. Die beiden aktuellen Renault-Fahrer werden immer wieder vertröstet. Magnussen wunderte sich in Malaysia: „Ich kann nicht verstehen, warum die Fahrerentscheidung immer wieder hinausgezögert wird.“

Renault will arrivierte Piloten

Der Grund liegt darin, dass Renault im zweiten Jahr nach dem Comeback zwei arrivierte Fahrer verpflichten will. Zunächst stand Sergio Perez auf der Wunschliste. Der Mexikaner zeigte jedoch wenig Interesse. Er wollte lieber bei Force India bleiben, und wenn nicht, dann eher zu HaasF1 gehen, in der Hoffnung dort für 2018 den Absprung zu Ferrari zu schaffen.

Jetzt stehen Nico Hülkenberg und Valtteri Bottas ganz oben auf der Wunschliste. Renault hat aber auch bei Red Bull wegen Carlos Sainz angeklopft. Das Pikante dabei. Alle drei Fahrer sind für 2017 unter Vertrag. Doch offenbar gibt es Möglichkeiten, sie auszulösen. Bei Hülkenberg mit dem gleichen Argument wie ursprünglich bei Perez. Man erzählt sich, dass Force India mit den Gehaltszahlungen im Rückstand sei.

Williams hat Gerüchten zufolge die Option auf Bottas bereits gezogen. Man wartet nur, bis der Deal mit Lance Stroll unter Dach und Fach ist, um dann das Team komplett vorzustellen. Bottas soll sich trotzdem die Möglichkeit Renault offenhalten. Dort winkt ein gut dotierter Werksvertrag über die nächsten drei Jahre. Das kann ihm Williams nicht bieten.

Force India mit Perez einig

Bei Carlos Sainz bräuchte Renault die Zustimmung von Red Bull. Der Vertrag des Spaniers mit Toro Rosso wurde schon im Sommer um ein Jahr verlängert. Doch im Fahrerlager erzählt man sich, dass der Vater von Sainz mit Renault liebäugelt. Weil es bei Red Bull keine Aufstiegsmöglichkeit gibt. Daniel Ricciardo und Max Verstappen sind beim A-Team langfristig unter Vertrag.

Sainz rechnet offenbar damit, dass der französische Nationalrennstall bald die Kurve kriegt. Außerdem soll bei Renault ein 30 Millionen-Dollar Sponsordeal kurz vor dem Abschluss stehen. Gegen Renault spricht, dass es innerhalb des Teams Reibereien zwischen Sportchef Cyril Abiteboul und Teamchef Frédéric Vasseur geben soll. Red Bull-Berater Helmut Marko winkt ab: „Wir geben Sainz nicht frei. Der Markt ist zur Zeit nicht mit genügend Nachwuchsfahrern gesegnet. Deshalb brauchen wir Carlos für ToroRosso und als Ersatzfahrer für Red Bull.“

Hülkenberg ist bei Force India eigentlich für die nächste Saison gebunden. Er könnte nur gehen, wenn die Gehälter nicht pünktlich bezahlt werden. Mit Perez ist jetzt alles klar sein. Der Mexikaner und Force India bestätigten nach dem GP Malaysia ihre Zusammenarbeit in der kommenden Saison. „Wir kennen uns gegenseitig gut, und das ist mit den Regeländerungen 2017 besonders wichtig. Ich werde mein bestes geben, um das Vertrauen in mich mit Punkten, Podestplätzen und vielleicht sogar Siegen zurückzuzahlen“, freute sich der Mexikaner. Das Team hat sein Cashflow-Problem scheinbar gelöst. Man hört, dass die fälligen Motorenraten bei Mercedes bezahlt sind. Das wäre auch gute Nachrichten für Hülkenberg. Würde der Rheinländer zu Renault wechseln, stünde Ersatz bereit. Pascal Wehrlein hofft, dass im Transferkarussell noch eine Tür aufgeht. Einen Platz bei Manor hat er im Notfall sicher.

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