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Renaults neuer Schlachtplan

"Red Bull ist unser Werksteam"

Cyril Abiteboul - Renault - F1 2014 Foto: xpb 18 Bilder

Renault rüstet sich für die Schlacht gegen Mercedes. Im nächsten Jahr soll der Rückstand auf Mercedes im Zusammenspiel mit Red Bull aufgeholt werden. Sportchef Cyril Abiteboul erklärt, dass Red Bull damit zum Renault-Werksteam aufsteigt.

01.09.2014 Michael Schmidt

Die Fehleranalyse ist abgeschlossen. Red Bull und Renault wissen jetzt, warum Mercedes in diesem Jahr in einer anderen Klasse fährt. Es wurden nicht nur technisch Fehler gemacht. Das Hauptproblem liegt in der Struktur. Während Mercedes seine Antriebseinheit komplett im Haus entwickelt hat, teilte Renault die Verantwortung auf viele Baustellen auf. Und versuchte alle vier Kunden gleich zu behandeln.

Der neue Sportchef Cyril Abiteboul hat die Aufgabe, aus Red Bull-Renault wieder eine schlagkräftige Einheit zu formen. "Renault hat im letzten Jahr versucht, alle seine vier Kunden gleichwertig zu behandeln. Aus Sicht von Caterham, wo ich vor einem Jahr gearbeitet habe, war das schön. Für Red Bull war es kontraproduktiv."

Deshalb lautet die neue Formel. "Unser Werksteam heißt Red Bull." Renaults Rennleiter sagt auch: "Wir sind nicht zufrieden mit dem, wo wir heute stehen." Mercedes hat es vorgemacht. Der Motor wurde für das Werksauto maßgeschneidert. Die Kunden müssen damit leben. Nach dem Modell will auch Renault in Zukunft vorgehen.

Neue Renault-Struktur im Oktober

Gerüchte, wonach Red Bull mittelfristig seinen eigenen Motor baut, werden von Abiteboul bestritten. "Red Bull ist ein Chassishersteller und wollte sich auch darauf konzentrieren. Die Entwicklung eines Motors ist eine viel zu komplexe Aufgabe, als dass man sie im Handumdrehen bewältigen könnte. Richtig ist, dass Red Bull und Renault in Zukunft gemeinsam die Entwicklung der Antriebseinheit vorantreiben. Es findet eine viel engere Vernetzung statt als bisher."

Wer genau was macht, ist noch nicht entschieden. Red Bull-Teamchef Christian Horner hatte auto motor und sport gegenüber gesagt, dass der elektrische Teil des Antriebs und die Simulationen in Zukunft wahrscheinlich unter der Obhut von Milton Keynes stehen.

Abiteboul ist vorsichtig: "Wir sind gerade dabei, die Aufgabe so effizient wie möglich zu verteilen. Dabei spielt die Frage eine Rolle, wo uns Red Bull am meisten helfen kann. Der genaue Plan soll spätestens bis Oktober stehen." Finanziert wird das Antriebsprojekt von Renault, Infiniti und Total.

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