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Rennanalyse GP Australien

Was Sie noch nicht über das Rennen wussten

Start GP Australien 2011 Foto: xpb 46 Bilder

In unserer Rennanalyse aus Melbourne klären wir die letzten offenen Fragen des Rennens. Warum war Ferrari so langsam? Warum war Heidfeld so langsam? Und warum war Hamilton am Start so langsam?

27.03.2011 Tobias Grüner

Warum war Ferrari so schlecht?

Ferrari konnte die Erwartungen nach den Testfahrten nicht halten. "Wir mussten hier plötzlich gegen Konkurrenten kämpfen, die wir vor einigen Wochen noch locker im Griff hatten", klagte Fernando Alonso. Vor allem mit den Reifen kamen die roten Autos nicht zurecht. Alonso beklagte Aufwärmprobleme, Teamkollege Massa sah man gleich mit mehreren Verbremsern.

"Der harte Reifen hat überhaupt nicht funktioniert", zuckte der Brasilianer mit den Schultern. Außerdem war der Verschleiß höher als erwartet. Normalerweise galt Ferrari als besonders reifenschonend. "Kaum hatte ich sie auf Temperatur, waren sie auch schon hinüber", fasste Alonso die Misere zusammen.

Warum hätte Sebastian Vettel Sauber beinahe Platz sechs gekostet?

Sauber-Teammanager Beat Zehnder war nach dem Rennen unterwegs zu Red Bull. Der Schweizer wollte seinem Freund Sebastian Vettel nicht nur zum Sieg gratulieren. Er hatte auch Grund zur Klage: "Sebastian hat uns wohl einen Platz gekostet. Perez wäre wahrscheinlich an Button vorbeigekommen, wenn er nicht von Vettel aufgehalten worden wäre." Nachdem Vettel an der Box war, stand er plötzlich dem Sauber vor der Nase.

Zwischen den Runden 29 und 36 kam Perez nicht vorbei an dem Hindernis, bis er endlich überholen konnte. Die Rundenzeiten des Mexikaners fielen auf 1:31.7 Min. bis 1:32.0 Min. Bei freier Fahrt war der Rookie anderthalb bis zwei Sekunden schneller. "Acht Sekunden hat das bestimmt gekostet. Allerdings weiß man nicht, ob bei Perez die Reifen auch bis ins Ziel gehalten hätten, wenn er die ganze Zeit volle Attacke gefahren wäre", analysiert Zehnder.

Warum ist Sauber disqualifiziert worden?

Nach dem Rennen war alles Makulatur. Sauber wurde aus der Wertung gestrichen. Die Stewards um FIA-Technikchef Jo Bauer hatten am Heckflügel ganz genau gemessen. Der Mindestradius am oberen Element von 100 Millimetern wurde nicht eingehalten. Sauber lag fünf Millimeter drunter. Ein Stück Papier passte noch unter die Schablone. Sauber argumentiert, dass dieser Bereich nicht entscheidend für die Arbeitsweise des Flügels ist und kündigte Protest an.

Warum war Vitaly Petrov so viel schneller als Nick Heidfeld?

Die Experten wunderten sich lange, warum Nick Heidfeld nicht annähernd das Tempo von Vitaly Petrov mitgehen konnte. Der Russe wurde am Ende Dritter, Heidfeld blieb auf Rang 12 ohne Punkte. Was die Kameras nicht eingefangen hatten: Heidfeld wurde zwischen den Kurven elf und zwölf in eine Kollision verwickelt. "Ein Toro Rosso hat mich getroffen. Das Auto war unfahrbar", klagte Heidfeld. Der komplette rechte Seitenkasten war aufgerissen. "Wir haben 30 Punkte Abtrieb verloren. Die Balance war komplett im Eimer."

Warum kam Hamilton am Start trotz KERS-Vorteil nicht an Vettel vorbei?

Die Leser von auto motor und sport wussten schon vor dem Start, dass das Red Bull-KERS defekt war. Lewis Hamilton kam aber trotz des 82-PS-Boosts nicht am Deutschen vorbei. Dabei hatte sich in der Saison 2009 gezeigt, dass KERS eine wichtige Waffe am Start ist. Für den schlechten Start Hamiltons gab es mehrere Gründe. Auf Anraten der Box hatte der McLaren-Star in der Aufwärmrunde den Kupplungsdruckpunkt verstellt. Das hatte allerdings keine positiven Auswirkungen. "Ich hatte viel zu viel durchdrehende Räder", klagte Hamilton.

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