Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Rennanalyse GP Bahrain

Massa meldet sich zurück

Foto: dpa 41 Bilder

Drei Rennen sind absolviert und Ferrari hat erneut seine Favoritenrolle bestätigt. Wir blicken in unserer Analyse noch einmal auf die wichtigsten Fakten des vergangenen Rennwochenendes.

07.04.2008

Mit dem Doppelsieg der Roten am vergangenen Wochenende in Bahrain wurde die Schmach vom GP-Auftakt in Australien schon fast wieder vergessen gemacht. Vom Start an dominierten die Roten aus Maranello das Rennen und hinterließen beim Wüsten-Grand Prix in Bahrain erneut einen stärkeren Eindruck als die direkten Konkurrenten BMW-Sauber und McLaren-Mercedes.

Rennergebnis
WM-Stände

Warum war Ferrari so stark?

Knackpunkt des Rennens war der Start, bei dem die beiden Hauptkonkurrenten Kubica und Hamilton schon mit leichten Problemen zu kämpfen hatten und nicht richtig wegkamen. Bei Kubica hatte das eher technische Gründe und hing wohl mit dem Druckpunkt der Kupplung zusammen, während Hamiltons Bedienungsfehler am Start dazu führte, dass gleich sieben Wagen an ihm vorbeiziehen konnten. Räikkönen erwischte dagegen einen guten Start, dafür aber ein etwas schlechteres Setup als sein Teamkollege Massa, so dass er zwar die Konkurrenten hinter sich lassen konnte, der Brasilianer aber an diesem Tag nicht zu schlagen war. Auch die rund zweisekündige Verzögerung beim ersten Boxenstopp durch das zu späte Umschalten auf Grün an der neuen Ampelanlage war aus Räikkönens Sicht ärgerlich, änderte aber am Rennausgang nichts. Der nach dem Auftaktrennen in die Kritik geratene Südamerikaner bewies damit erneut, dass im Kampf um die Fahrerwertung weiterhin mit ihm zu rechnen ist.

Ist BMW die neue zweite Kraft hinter Ferrari?

Die Antwort lautet "ja". Als einziges Team schafften es die Weiß-Blauen in den ersten drei Rennen der Saison das Optimum ihrer Leistungsfähigkeit herauszuholen. Zwar ist man noch nicht ganz auf dem Speed der Italiener, aber an einem schlechteren Ferrari-Tag ist man zumindest ebenbürtig. Zudem übernahm BMW mit der Platzierung Robert Kubica auf drei und Nick Heidfeld auf vier die Führung in der Konstrukteurs-Wertung und erzielte das beste Resultat in der Geschichte des deutschen Rennstalls. Auch Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali attestierte BMW-Fahrer Kubica Titelansprüche in der Fahrer-WM und ein sehr gut gefahrenes Rennen in Bahrain. "Das Tempo, das er und BMW haben, verdient Respekt", so Domenicali, dessen eigene Fahrer dem Polen dieses Mal allerdings noch die ganz große Show stahlen.

Muss sich Mercedes langsam Sorgen machen?

Betrachtet man das Desaster von Hamilton und die Tatsache, dass auch Teamkollege Kovalainen beim Bahrain-Grand Prix nie so richtig auf Geschwindigkeit kam, besteht bei den Silberpfeilen durchaus Grund zur Sorge. Das Nervenkostüm ihres Top-Stars scheint nun erstmals zu bröckeln, was sich besonders beim ungestümen Aufprall auf das Renault-Heck von Fernando Alonso zeigte. Auch die Reaktion des Vize-Weltmeisters nach dem Rennen sprechen nicht gerade für die Coolness, die Hamilton bis dato immer an den Tag legte. Er war mit sich selbst sehr unzufrieden und wollte auch direkt nach dem Rennen keine Interviews mehr geben. Auch in der Team-Wertung rutscht McLaren nun auf den dritten Platz ab, wenn auch nur mit einem Punkt Rückstand auf Ferrari.

Wie stark sind die Verfolger?

Auch im Mittelfeld gab es in Bahrain die ein oder andere Überraschung. Als vierte Kraft hinter dem Spitzentrio scheint sich ganz klar Toyota zu etablieren. An der Spitze des Mittelfeldes konnte auch Jarno Trulli seine gute Platzierung aus dem Malaysia-Grand Prix bestätigen. Mit Toyota-Fahrer Timo Glock auf Rang neun brachte Toyota beide Autos in die Top-Ten. Glock hatte darüber hinaus auch noch Pech: zwischenzeitlich musste er wegen eines Getriebeproblems beim Schalten auf ein Ersatzprogramm umstellen, worunter die Performance litt und ihm im Endeffekt seine ersten WM-Punkte kostete. Dennoch kann der Deutsche mit dem Bahrain-Wochenende zufrieden sein.

Für Williams und Nico Rosberg reichte es in Bahrain nur für Rang acht. Mit zehn Punkten steht das Team jedoch in der Gesamtwertung noch zwei Zähler vor Toyota. Red Bull sorgte für eine kleine Überraschung. Wie schon in Malaysia kam Mark Webber wieder als Siebter ins Ziel. Damit stockte der Australier sein Punktekonto um zwei weitere Zähler auf. Nach dem elften Trainingsplatz hätte Webber nie mit WM-Punkten gerechnet. Einzig für Sebastian Vettel endete das Rennen wie schon beim Auftakt in Australien und zuletzt in Malaysia vorzeitig in der ersten Runde. "Das nächste Mal müssen wir es besser machen. Jetzt kann man es nicht mehr ändern", war seine frustrierter Kommentar zum Rennen. Auch bei Renault läuft es alles andere als rund. Das Team um Ex-Weltmeister Alonso steht in allen Belangen hinten an und zählt zu den ganz großen Enttäuschungen der bisherigen Rennsaison.

Rennergebnis
WM-Stände

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden