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Rennanalyse GP Belgien

Kein Glück für die Zocker

Foto: dpa 49 Bilder

Michael Schumacher war in Spa wie der Rest des Feldes gegen McLaren-Mercedes chancenlos. Auf der Rutschbahn in Francorchamps pokerten viele, um weiter nach vorn zu kommen, wirklich gewonnen hat keiner.

12.09.2005

Kaum eine Strecke trocknet so schnell ab wie der knapp sieben Kilometer lange Kurs von Spa. Im Normalfall weht ein frischer Wind durch die Ardennen die Piste sehr schnell trocken - nicht so an diesem Sonntag. 19 Grad Celsius, kein Wind und eine Luftfeuchtigkeit von 92 Prozent sorgten bis zum Schluss für Waschküchenatmosphäre. Zwar regnete es während des Belgien-GP nicht, dennoch blieb die Strecke so lange feucht, dass sich erst kurz vor Schluss ein Wechsel auf Slicks lohnte.

Dass mussten auch die ersten Zocker des Tages erkennen. Als in der elften Runde das Safety-Car nach dem Fisichella-Unfall auf die Bahn ging, wollten Michael Schumacher, und sechs weitere Fahrer die Gunst der Stunde nutzen. Sie tankten, wechselten auf Trockenreifen, nur um eine Runde später wieder Intermediate-Gummis aufziehen zu lassen.

Ralf Schumacher: "Wir lagen daneben"

Der Erste, der sich danach wieder traute, war Ralf Schumacher, der auf Rang zwei lag und im Toyota den ganz großen Wurf landen wollte. "Es war eine gemeinsame Entscheidung des Teams und mir. Wir haben eben daneben gelegen", sagte Ralf, der nach heftigem Dreher in Les Combes eine Runde später die Reifen zurück wechselte und auf Rang sieben zurückfiel.

Christian Klien versuchte sein Glück im Red Bull in der 31. von 44 Runden. Der Österreicher eierte fünf Runden ohne Vorteil herum. Erst Mark Webber, ab der 38. Runde auf Slicks, konnte Kapital aus dem Wechsel schlagen. Er wurde Vierter. Webbers Rundenzeiten waren ein Signal für die Konkurrenz. Auch Barrichello wechselte im Ferrari auf Slicks. Doch für die Bridgestone-Trockenpneus ist Feuchtigkeit Gift. Erst nach zwei Runden hatte Barrichello seine Reifen auf Betriebstemperatur.

Kimi Räikkönen: "Hatten Reserven"

Indessen fuhren Fernando Alonso und Kimi Räikkönen die vorderen Ränge mühelos mit Intermediate-Reifen ein. Beide Teams wollten kein unnötiges Risiko eingehen. Der Vorsprung war groß genug. Räikkönen rollte nur noch herum, Alonso ließ sich vom überrundeten Klien überholen. "Wir hatten Reserven. Wir hätten auch mit abgefahrenen Intermeds noch 1:55er Runden fahren können", sagte Räikkönen. Die Slick-Konkurrenz fuhr am Ende 1:52er Zeiten.

Räikkönen gibt lediglich zu, dass der letzte Reifenwechsel ein kleiner Fehler war. Die Haltbarkeit eines Reifens entscheidet sich in den ersten Runden. Die frisch aufgezogenen Gummis nahmen die abtrocknende Strecke übel. Besser machte es Jenson Button, der beim zweiten Tankstopp mit angefahrenen Reifen weitereilte. "Buttons Intermeds waren so verbacken. Die sind fast zu Slicks mutiert", staunte Williams-Chefingenieur Sam Michael.

Die kurioseste Taktik des Wochenendes hatte man sich bei Minardi ausgedacht. In der Hoffnung, es möge wie beim GP2-Rennen am Morgen tüchtig schütten, ließ man Christian Albers und Robert Doornbos mit Regenreifen - Spitzname Monsum - aus der Boxengasse starten. Nach einer Runde korrigierte man den Irrtum. Derweil zeigt die Hinterbänkler-Konkurrenz von Jordan, wie es richtig geht. Tiago Monteiro rollte nach bravouröser Fahrt auf Bridgestone-Intermediats auf den achten Rang.

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