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Rennanalyse GP D

Peinlichkeiten bei McLaren & Co.

Foto: Wolfgang Wilhelm

Die deutsche Hersteller-Fraktion bekleckerte sich in Hockenheim nicht gerade mit Ruhm. McLaren-Chef Ron Dennis verstrickte sich bei der Unfallanalyse seines Schützlings Kimi Räikkönen in Widersprüche, bei Williams-BMW kommen die Autos beim Start nicht vom Fleck.

26.07.2004

Was passierte mit Räikkönens Heckflügel?

In der offiziellen, eine Stunde nach dem Rennen verteilten Presseerklärung von McLaren-Mercedes fanden sich nach dem GP von Deutschland arge Ungereimtheiten: Kimi sei ausgefallen wegen eines Strukturfehlers an seinem Heckflügel, teilte Teamchef Ron Dennis mit. "Den Grund dafür werden wir genau untersuchen.“ Insoweit ist alles klar.

Dann fährt Dennis aber fort: "Da es eher ein Fertigungsfehler, als ein Konstruktionsproblem war, bestand keine Gefahr, dass David das gleiche passieren kann.“ Stellt sich die Frage: Was stimmt nun? Muss McLaren das Corpus delicti erst noch untersuchen? Oder konnten Dennis und die Seinen per Schnelldiagnose anhand der TV-Bilder feststellen, dass es sich um den erwähnten Fertigungsfehler handelt? Schließlich musste die Entscheidung darüber, ob Coulthard weiterfährt oder nicht, in wenigen Minuten getroffen werden.

David Coulthard bekam über den Teamfunk zwar gesagt, dass Kimi mit Unfall ausgefallen war. Details teilte man ihm aber nicht mit. So fuhr er unverdrossen Rang vier entgegen. Eine Stunde nach dem Rennen meinte er zu dem Unfall schulterzuckend mit Galgenhumor: "Besser, so etwas passiert im Rennen, als beim Test. Hier sind mehr Ärzte zur Stelle.“

Die Schneckenstarts von BMW

Ob Formel 1 oder Serienautos: BMW wirbt wie kaum ein anderer Hersteller mit der Qualität der Motoren. Peinlich nur, wenn man beim Start nicht vom Fleck kommt. Juan Pablo Montoya blamierte sich Hockenheim nach Kräften: Aus Platz zwei machte er auf den ersten Metern Rang sieben. "Ein unglaublich schlechter Start“, ärgerte sich der Kolumbianer. "Die Kupplung hat sehr spät gegriffen und so haben die Räder extrem durchgedreht. Das Auto hat sich praktisch nicht vom Fleck bewegt."

Die Startprobleme von BMW sind nichts Neues: Auch in Spanien, wo er ebenfalls in der ersten Startreihe stand, kam der Kolumbianer nicht vom Fleck und wurde nach hinten durchgereicht. Eine Ausnahme war lediglich Ralf Schumachers Start in Kanada: Schumi II konnte seine Pole-Postion in die Führung im Rennen ummünzen. Wie immer einsame Spitze waren die Renault: Wie von einem Katapult abgeschossen flitzten die Gelb-Blauen Autos nach vorne. Alonso sprintete auf den ersten Metern von Platz fünf auf Rang zwei, Trulli verbesserte sich von Platz sechs auf vier.

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