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Rennanalyse GP Italien

Mercedes verspielt WM-Chance

Foto: dpa

Weltmeister Michael Schumacher spielt nach einem enttäuschenden zehnten Platz beim GP in Imola bei der Titelvergabe keine Rolle mehr. Den WM-Titel machen Fernando Alonso und Kimi Räikkönen unter sich aus. Aber auch die Chancen des schnellsten Piloten im Feld sind nur noch marginal.

05.09.2005

Kimi Räikkönen auf Rang vier büßte erneut drei wichtige Punkte gegen den Zweitplatzierten Fernando Alonso ein. Dabei hat der Finne, der trotz Trainingsbestzeit nach einem Motorwechsel nur von Startplatz elf ins Rennen starten konnte, bewiesen, dass seine Einstopp-Strategie ideal war. Zwar konnte der McLaren-Mercedes-Pilot in der Anfangsphase mit einem randvoll betankten Auto keine Plätze gut machen, doch schien die Taktik aufzugehen: Nach seinem Stopp in der 26. Runde lag der fünffache Saisonsieger auf dem vierten Platz. Doch kurz nach seinem Stopp musste Räikkönen außerplanmäßig seine Box ansteuern. Am linken Hinterreifen begann die Lauffläche zu delaminieren.

Ohne das Reifenmalheur - und ohne den Dreher in der 44. Runde, als der Finne vorrübergehend Rang vier an Jarno Trulli verlor - wäre Platz zwei absolut realistisch gewesen. Und damit letztlich auch der Sieg, da Teamkollege Montoya vor dem Rennen versprochen hatte, sich als Team-Player zu zeigen und die WM-Chancen Räikkönens aufrecht zu erhalten.

Der Reifen-Defekt kam für die McLaren-Ingenieure wie auch für die Techniker von Reifenpartner Michelin überraschend. Bei den Testfahrten in der Woche vor dem Grand Prix traten keinerlei Probleme auf. Renault-Cheftechniker Pat Symmonds mutmaßte, dass die McLaren-Mercedes von Räikkönen und Montoya mit zu wenig Sturz abgestimmt waren, da der Defekt an der Außenseite aufgetreten ist.

Fernando Alonso stapelt tief

Titelfavorit Fernando Alonso hat zwar schon eine Hand an die Titeltrophäe gelegt, will aber davon nichts wissen. Er kalkuliert bei einem derzeitigen Punktestand von 103:76 mit vier Siegen von Räikkönen in den verbleibenden vier Grands Prix und behauptet deshalb: "Ich brauche noch 14 Punkte zum Titelgewinn.“
Tatsächlich sichert sich Alonso als erster Spanier und als jüngster Fahrer der Formel 1-Geschichte die Weltmeisterschaft schon am kommenden Wochenende, sollte er in Spa vier Punkte mehr einheimsen als der fünffache Saisonsieger Räikkönen. Abgesehen davon, dass Alonso nie das Tempo Montoyas mitgehen konnte, wurde der Renault-Pilot von einem schlechten ersten Boxenstopp eingebremst. Durch das verkantete Aufsetzen des Tankschlauchs verlor er sechs Sekunden.

Weiterer Tiefpunkt für Ferrari

Für Ferrari war der Heim-Grand Prix ein weiterer Tiefpunkt in einer desaströsen Saison. Nur Rang zehn für Michael Schumacher und Rang zwölf mit Rundenrückstand für Rubens Barrichello unterstrichen die desolate Lage der Roten. Dabei schienen sich beide Ferrari in den ersten Runden gut im Verfolgerfeld positionieren zu können. Doch nach den ersten von zwei Tankstopps fanden sich Barrichello und Schumacher nurmehr auf den Plätzen neun und zehn wieder. Zu allem Überfluss musste Barrichello das defekte linke Hinterrad wechseln lassen.

"Wir waren hier zwar stärker als zuletzt in Istanbul, aber bei weitem nicht dort, wo wir gehofft haben zu stehen“, zog Schumacher desillusioniert und bedrückt sein Fazit. Von Resignation wollte Schumacher nichts wissen: "Das bringt uns nicht weiter. Wir haben viele schöne Jahre gehabt. Nun erleben wir eine Saison, wie sie die meisten anderen Teams jahrelang haben.“ In Monza litten die Ferrari unter dem gleichen Symptom wie zuletzt in Istanbul: kein Grip. Der Monza-Reifen von Bridgestone entstammte der gleichen Reifenfamilie. Auch für Schumachers Lieblingsstrecke in Spa dürfte keine Besserung in Sicht sein. Zudem holt Toyota mit Riesenschritten in der Konstrukteurs-WM auf die Roten auf. Mit 78 Punkten liegen die Japaner, die Monza sieben Punkte sammelten, nur noch acht Punkte hinter Ferrari.

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