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Rennanalyse GP Monaco

Foto: dpa 42 Bilder

Dank Regenunterstützung bot der Monaco GP am Sonntag (25.5.) mehr Rennaction als gewöhnlich. Wir blicken in unserer Analyse noch einmal auf die rennentscheidenden Momente des Chaos-Rennens.

26.05.2008 Tobias Grüner

Warum konnte Ferrari die perfekte Ausgangslage nicht nutzen?

Die Italiener haben sich in Monaco selbst geschlagen. Ein Dreher von Massa und gleich zwei Crashs von Kimi Räikkönen gingen auf das Konto der Fahrer. Aber auch das Team war nicht unschuldig an der Pleite. Vor dem Start werkelte man zu lange am Boliden von Räikkönen, was eine Durchfahrtsstrafe zur Folge hatte. "Außerdem haben wir zu spät auf Slicks gewechselt", gab Teamchef Stefano Domenicali nach dem Rennen zu. "Das hat uns ein besseres Resultat gekostet."

Bei BMW reagierte man schneller. Als Kubica einen schnellen slickbereiften Toyota vor sich sah, forderte der Pole lautstark am Funk die Trockenreifen. Das Team zog den Stopp etwas vor und versorgte Kubica mit den passenden Gummis.

Warum fuhr Hamilton trotz Fehler so einfach Sieg?

Der McLaren-Pilot hatte neben seiner fahrerischen Leistung in der zweiten Rennhälfte auch Glück mit dem Wetter. Nachdem er beim Crash in Runde sechs den Reifen demolierte, nutzte Hamilton den Reparatur-Stopp direkt zum Auftanken. Dabei blieb der Brite auch bei Intermediates, was sich auf lange Sicht als richtige Wahl herausstellte. Sein zweiter Stopp in der 54. Runde fiel genau auf den richtigen Zeitpunkt, an dem die Slicks schneller wurden. Der vorgezogene erste Stopp kostete somit im Endeffekt kaum Zeit.

Wie konnte sich Sebastian Vettel von Platz 18 nach vorne schieben?

Bei Vettel zahlte sich am Ende der Faktor Geduld aus. Der Heppenheimer fuhr ein fehlerloses Rennen und profitierte natürlich auch von den Missgeschicken der Konkurrenz. Auch Teamchef Gerhard Berger zollte der Regenfahrt Respekt: "Hut ab vor dieser Leistung. Und das mit 20 Jahren."

Wie konnte Räikkönen das Missgeschick mit Sutil passieren?

Der Finne gab nach dem Rennen die mangelnde Temperatur in Bremsen und Reifen als Entschuldigung an. "Es tut mir leid, ich konnte wirklich nicht mehr ausweichen", erklärte Kimi in bekannt emotionsloser Manier. "Ich werde mich entschuldigen". Mark Webber, der hinter Räikkönen unterwegs war, sah das Unheil schon vorher kommen: "Kimi ist schon die ganze Runde ziemlich rumgerutscht."

Bei Force India nahm man den Crash verständlicherweise nicht so gelassen. Ähnlich wie Vettel fuhr Sutil als einer der wenigen Piloten ein fehlerloses Rennen. Für Kimi Räikkönen fand man keine netten Worte: "Das war eine amateurhafte Aktion", lautete das Urteil von Technikchef Mike Gascoyne. "Wir haben alles richtig gemacht."

Warum crashte Alonso so übermütig in Heidfeld?

Der Spanier hatte zu diesem Zeitpunkt auf Regenreifen gewechselt. Da die Strecke bereits am Abtrocknen war, stand Alonso unter Druck, Heidfeld zu überholen. Dummerweise suchte sich der Renault-Pilot die Löws-Kurve für ein Manöver aus. Dabei beschädigte der Ex-Weltmeister sowohl den Hinterreifen als auch die Karosserie seines BMW-Rivalen: "An der Seite war bis auf den Heckflügel alles kaputt", beschwerte sich Heidfeld anschließend. "Es war ganz klar sein Fehler."

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