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Rennanalyse GP San Marino

Kontrollierte Defensive

Foto: dpa 54 Bilder

Ferrari besiegte Renault in Imola mehr mit Köpfchen als mit Tempo. Weil die Gelbblauen die Ferrari-Strategie gleich zwei Mal falsch einschätzten, konnte Michael Schumacher trotz eines langsameren Autos gewinnen.

24.04.2006

Im ersten Abschnitt vor seinem ersten Boxenstopp in der 20. Runde konnte Michael Schumacher seinen Vorsprung auf den Fernando Alonso bis zu seinem ersten Stopp in der 20. Runde bis auf 13,5 Sekunden ausbauen. Alonso hatte 17 Liter Sprit mehr an Bord, was ihm erlaubte, erst in der 25. Runde erstmals zu stoppen. Renault-Teamchef Flavio Briatore war sich sicher, dass Schumacher drei Mal tanken müsse - eine Fehleinschätzung.

Immerhin: Trotz der hohen Spritladung (Teamkollege Giancarlo Fisichella blieb sogar noch vier Runden länger draußen) konnte der von Rang fünf gestartete Alonso nach dem ersten Stopp Platz zwei einnehmen, nachdem Jenson Button und Felipe Massa zum Nachtanken mussten.

Schumacher wurde nach seinem Stopp schnell Opfer von Reifenproblemen. Alonso reduzierte einen 11,5-Sekunden-Rückstand innerhalb von zehn Runden auf 0,4 Sekunden. Der Routinier behielt kühlen Kopf: "Der Schlüsselmoment war, nach dem zweiten Stopp vorne zu bleiben. Wir haben es ja im vergangenen Jahr erlebt, dass man hier kaum überholen kann, es sei denn, dem Vordermann unterläuft ein Fehler. Mit meiner ganzen Erfahrung wollte ich Alonso hinter mir halten - allerdings mit meiner Pace, und das war nicht volles Rohr. Außerdem körnten meine Reifen etwas. Wir müssen nun analysieren, was dazu geführt hat.“

Bereits im Freien Training litten beide Ferrari unter dem berüchtigten Graining. Schumacher startete das Rennen mit gebrauchten Reifen. Dieser Reifensatz war sein bester. Später ließ er bei beiden Stopps neue Reifen montieren.

Vorgezogener Boxenstopp bei Renault brachte nichts

Die Vorentscheidung fiel, als Alonso in der 41. Runde seinen zweiten Stopp absolvierte - obwohl er noch genügend Sprit für weitere Runden hatte. "Der frühe Zeitpunkt meines zweiten Stopps war nicht geplant. Wir versuchten so, Michael zu überholen. Hat leider nicht geklappt", sagte Fernando Alonso.

Bei Renault rechnete man damit, dass Schumacher ohnehin genauso lange hätte draußen bleiben können wie Alonso, doch Schumacher kam nur eine Runde später an die Box. Von Alonsos Druck befreit, fuhr er - nunmehr Ideallinie statt Kampflinie - in dieser Runde 1,6 Sekunden schneller als Alonso. Der Zeitgewinn reichte, um auch nach dem zweiten Stopp vor dem Renault zu bleiben.

Räikkönen verlor das Rennen schon im Training

Juan Pablo Montoya sicherte sich im schnelleren McLaren Mercedes Rang drei. Die Silberpfeile waren über das Wochenende generell um drei, vier Zehntelsekunden zu langsam. "90 Prozent des Rennens steckten wir im Verkehr“, klagte McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh. Kimi Räikkönen verlor das Rennen schon im Training. Der Finne büßte da für einen Fahrfehler im dritten Sektor. Die Konsequenz: Startplatz acht. Trotzdem konnte sich McLaren-Mercedes noch mit zehn WM-Punkten trösten.

BMW hingegen ging völlig leer aus. Jacques Villeneuve fuhr auf Punktekurs, als eine klemmende Radmutter rechts hinten ihn 15 Sekunden kostete. Danach lief der Motor zu heiß und verlor Leistung. Nick Heidfeld kam das ganze Wochenende nie richtig in Schwung. Ein schlechter Start, eingeklemmt hinter dem Red Bull von David Coulthard und die zwölftschnellste Rennrunde forderten ihren Tribut. "Die Rundenzeiten im Rennen waren nicht konkurrenzfähig.“

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