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Rennanalyse GP Türkei

Trendwende bei Ferrari

Foto: dpa 52 Bilder

Mit einem Doppelsieg beim Rennen in Istanbul hat sich das Ferrari-Team wieder im Titelkampf zurückgemeldet. Die Weichen für das gute Ergebnis wurden dabei schon im Qualifying gesetzt.

26.08.2007

Mit den Startplätzen eins beziehungsweise drei standen Felipe Massa und Kimi Räikkönen auf der sauberen Seite der Strecke und konnten noch vor der ersten Kurve die Doppelführung einnehmen. Die beiden McLaren verloren auf harten Reifen dagegen einen beziehungsweise zwei Plätze und konnten die Roten anschließend nie wirklich in Bedrängnis bringen.

Alonso mit Schadensbegrenzung

Für Fernando Alonso war der vor dem Rennen angekündigte Grand Prix Sieg damit schon nach wenigen Metern außer Reichweite. Nur eine gute Boxenstrategie und das Pech seines Teamkollegen verhalfen dem Spanier noch zu einem glücklichen Platz auf dem Podium. Der Meisterschaftsführende Lewis Hamilton rettete seinen angeschlagenen Boliden nach dem Reifenschaden in Runde 42 gerade noch auf Platz fünf ins Ziel.

Der geplatzte vordere rechte Bridgestone am McLaren, der den Briten 27 Sekunden kostete, sorgte im letzten Renndrittel wenigstens für etwas Aufregung in einem ansonsten höhepunktarmen Grand Prix. Zu allem Unglück beschädigte der zerfetzte Gummi auch den Frontflügel, so dass Heikki Kovalainen in den letzten Runden noch einmal gefährlich nahe kommen konnte. Im Gesamtklassement verlor Hamilton zwei Zähler auf seinen Teamkollegen.

Tabellenspitze schiebt sich zusammen

Durch den Ferrari-Doppelsieg ist die Spitze in der Tabelle wieder näher zusammengerückt. Bei 15 beziehungsweise 16 Punkten Rückstand und nur noch fünf verbleibenden Rennen müssen die Roten aber weiterhin Siege einfahren, um McLaren noch einmal zu gefährden. Auch die Punktedifferenz im internen Teamduell bei McLaren ist auf knappe fünf Zähler geschrumpft. Zum nächsten Grand Prix geht es auf die Highspeed-Strecke in Monza (9.9.).

BMW etablierte sich in Istanbul erneut als dritte Kraft. Einzig die Strategie von Robert Kubica ging nicht auf. Der Pole wurde im Qualifying mit wenig Sprit losgeschickt, um das Spitzenquartett zu sprengen. Doch statt wie erhofft auf Platz drei fuhr Kubica nach zwei Fehlern nur auf Startplatz fünf. Im Rennen musste er mit wenig Benzin schnell an die Box und verlor dadurch im Rennverlauf drei Plätze. Erfreulich dagegen die Leistung von Nick Heidfeld. Wie schon öfter in dieser Saison konnte er Weltmeister Alonso in der Anfangsphase geschickt hinter sich halten. Am Ende sprang ein verdienter vierter Platz heraus.

Erneut Punkte für Rosberg

Zweitbester Deutscher wurde Nico Rosberg auf Rang sieben. "Ich hätte nie gedacht hier zwei Punkte zu holen", freute sich der überglückliche Williams-Pilot. Schon am ganzen Wochenende stark konnte Rosberg auch im Rennen eine gute Leistung zeigen und das Ergebnis vom letzten Grand Prix in Ungarn wiederholen.

Für Toyota-Pilot Ralf Schumacher war nach dem verkorksten Qualifying kaum noch etwas zu reißen. Vor seiner schnellsten Runde im Zeittraining wurde der Kerpener von der Boxencrew unnötig lange zum Warten gezwungen. Die Reifen kühlten sich zu stark ab, so dass er den Sprung in die zweite Runde verpasste. Immerhin konnte er mit einer Ein-Stopp-Strategie von Startplatz 16 auf zwölf vorfahren. "Ich erwarte, dass wir diese Saison noch ein paar Punkte holen", blickte Schumacher optimistisch in die Zukunft.

Vettel mit falschem Setup

Auch für Sebastian Vettel ging es von Anfang an um Schadensbegrenzung. Nach schwachen Zeiten am Freitag, wurde das Setup für das Qualifying auf mehr Abtrieb ausgelegt. Die Einstellung erwies sich schnell als falsch, konnte aber vor dem Rennen nicht mehr rückgängig gemacht werden. Auf der Geraden lag Vettel mit 308,1 km/h deutlich hinter dem Rest des Feldes. Zum Vergleich: Lewis Hamilton erreichte mit seinem McLaren einen Top-Speed von 320 km/h. Schlimmer als der 19. Platz dürfte für Vettel der große Abstand auf Teamkollege Vitantonio Liuzzi sein.

Adrian Sutil wartet, wie die gesamte Spyker-Truppe, weiter auf das neue "Wunderauto". Die Weiterentwicklung, das B-Modell, sollte eigentlich schon in Istanbul an den Start gehen, fiel allerdings kurz vor dem Debüt durch den offiziellen FIA-Crashtest. Nach Teamangaben soll der neue Bolide eine Sekunde pro Runde schneller sein. Ob das reicht, dass die Spyker ihr Dauerabonnement auf die letzten beiden Plätze abgeben können, ist allerdings zu bezweifeln.

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